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Die Frau hatte während der Verhandlung gestanden, auf ihren ebenfalls türkischstämmigen Mann geschossen zu haben, der sich von ihr getrennt hatte.

Auf Ehemann geschossen: Ein Jahr Knast

Aschaffenburg - Eine fünffache Mutter ist am Mittwoch zu einer Haftstrafe von einem Jahr ohne Bewährung verurteilt worden, weil sie auf ihren Ehemann geschossen hat.

Die Kugel hatte das Opfer allerdings verfehlt, die 48-Jährige war nach der Tat im vergangenen November in Röllbach (Landkreis Miltenberg) geflüchtet. Das Landgericht Aschaffenburg verurteilte die Türkin nicht wegen versuchten Mordes, weshalb die Frau ursprünglich angeklagt gewesen war. Vielmehr wurde sie der Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen. Zudem muss sich die 48-Jährige nach Gerichtsangaben in einer Psychiatrie behandeln lassen.

Die Frau hatte während der Verhandlung gestanden, auf ihren ebenfalls türkischstämmigen Mann geschossen zu haben, der sich von ihr getrennt hatte. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung gefordert - wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Bedrohung und Sachbeschädigung. Die Verteidigung hatte sich diesem Antrag teilweise angeschlossen, allerdings Bewährung verlangt.

Die Anklage war während des Prozesses zu dem Schluss gekommen, dass die Tat kein versuchter Mord gewesen war. Der Grund: Die Angeklagte war nach dem Schuss geflüchtet und hatte nicht noch einmal versucht, den 52 Jahre alten Mann zu töten.

dpa

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