Terrorverdacht bei Messerattacke in Finnland - Zwei Tote und sechs Verletzte

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Zwei Leichen in geborgenem Wohnmobil entdeckt

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Neuburg - Das seit über zwei Monaten vermisste Camper-Ehepaar aus Wellheim ist tot. Polizeitaucher haben am Donnerstag das gesuchte Wohnmobil geborgen. Darin wurden eine männliche und eine weibliche Leiche entdeckt.

Das vermisste Ehepaar ist tot

Das Wasser läuft aus allen Ritzen des beigen Wohnmobils, als ein Spezialkran das Fahrzeug gestern aus einem Stausee bei Bertoldsheim (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) hebt. Unter den Blicken von dutzenden Helfern und Schaulustigen wird der verschlammte Toyota auf einen Transporter verladen und Richtung Eichstätt abtransportiert. Mitarbeiter des Energielieferanten Eon hatten den Wagen am Mittwochnachmittag in rund sieben Metern Tiefe an einer Donau-Staustufe entdeckt. „Ein Zufallsfund im Laufe einer Routinemessung, bei der das Profil des Grunds kontrolliert wird“, sagte Christian Orschler, Sprecher des Stromkonzerns. Die Arbeiter verständigten umgehend die Polizei.

Noch am Mittwoch suchten Taucher der Bereitschaftspolizei Dachau die Stelle ab – der Verdacht, dass es sich um das Wohnmobil des vermissten Ehepaares Petra (44) und Werner Fischer (45) handeln könnte, erhärtete sich. Gestern Mittag wurde das Fahrzeug rund 35 Meter vom Ufer entfernt geborgen. Die Scheiben des Toyota Cruiser mit Wohnmobilaufbau waren laut Polizei zunächst aber derart stark verschmutzt, dass die Beamten vor Ort nicht sagen konnten, ob sich die Leichen des Ehepaares in dem Toyota befanden.

Bilder der Bergungsaktion

Vermisste aus Wellheim - Wohnmobil geborgen

Der Toyota Landcruiser wurde aus der Donau geborgen

Wenig später brachte eine kriminalpolizeiliche Untersuchung in Eichstätt Gewissheit: Im Inneren des Wohnmobils wurden eine männliche und eine weibliche Leiche gefunden. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ordnete die Obduktion der beiden Toten an, die heute durchgeführt werden soll. Auch wenn die Polizei die Identität der Leichen gestern noch nicht bestätigen konnte, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Petra und Werner Fischer handelt. Die Donau-Staustufe befindet sich 15 Kilometer von Wellheim entfernt – dem Wohnort des Paares.
Seit dem 2. März gelten die beiden als vermisst. Am 7. März erstatteten die Eltern von Werner Fischer Vermisstenanzeige bei der Polizei. Laut der daraufhin ins Leben gerufenen Sonderkommission „Globetrotter“ gab es im Vorfeld keine Anzeichen für das Verschwinden der Fischers. Das Ehepaar hatte sich weder bei Familie, Freunden noch bei den Arbeitsstellen abgemeldet. In ihrer gemeinsamen Wohnung in Wellheim ließen die kinderlosen Fischers Pässe, EC-Karten und einen vollen Kühlschrank zurück.

Lediglich die Uhrzeit des Verschwindens ist bekannt. Gegen drei Uhr morgens hörte ein Nachbar den Motor des Wohnmobils. Seither fehlte jede Spur von den beiden. Auch ein Aufruf Ende April in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ blieb ohne konkrete Hinweise auf den Verbleib des Wellheimer Ehepaars. Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei in alle Richtungen. Weder ein Gewaltverbrechen noch Selbstmord kann von den Beamten ausgeschlossen werden.

von Patrick Wehner

Rubriklistenbild: © dapd

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