Restrisiko bleibt

Eilanträge gegen Moscheebau zurückgezogen

Nürnberg - Zwei Eilanträge auf sofortigen Baustopp einer geplanten Moschee in Nürnberg sind zurückgezogen worden. Für die islamische Gemeinde bleibt aber ein Restrisiko.

Der umstrittene Bau einer Moschee in Nürnberg kann beginnen: Zwei Eilanträge auf sofortigen Baustopp sind zurückgezogen worden. „Damit kann der Bauherr nun guten Gewissens zu bauen anfangen“, sagte am Montag der Sprecher des Verwaltungsgerichts Ansbach, Peter Burgdorf. Allerdings bleibe für die islamische Gemeinde ein Restrisiko bestehen, da weiterhin sechs Hauptsacheverfahren anhängig seien. Diese scheinen aber nur geringe Aussichten auf Erfolg zu haben - gegen den Bau gibt es nach Angaben der Stadt Nürnberg keine rechtliche Handhabe.

„Ein Gebäude für eine Glaubensgemeinschaft, gegen die keinerlei Verdachtsmomente vorliegen, müssen wir genauso behandeln wie wenn die katholische Kirche bauen will“, erläuterte ein Mitarbeiter des Bürgermeisteramtes. Die zwei Eilanträge seien zurückgezogen worden, nachdem die Stadt einen Ergänzungsbescheid mit den einzuhaltenden Lärmgrenzwerten erlassen habe - hauptsächlich geht es dabei um einige Parkplätze vor der geplanten Moschee im Stadtteil Hasenbuck und damit um den Verkehrslärm durch an- und abfahrende Autos.

Einige Anwohner wollen den Moscheebau der als liberal und reformorientiert geltenden Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat mit ihren Klagen jedoch ganz verhindern. Sie stoßen sich vor allem am geplanten, 13 Meter hohen Minarett - dem ersten in Nürnberg, wo es bereits elf Moscheen gibt. Das Minarett soll rein optisch-symbolischer Natur sein und weder begehbar sein noch Lautsprecher für einen Muezzin-Ruf haben.

dpa

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