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Schloss Elmau

Einbruchsserie vor Gericht

Safe aus Schloss Elmau geknackt: 43 .000 Euro Beute

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Erst eine aufgeklärte Einbruchserie im Allgäu brachte die Polizei auf die Spur des Safe-Knackers von Schloss Elmau. Damals wurden 43.000 Euro erbeutet. Der 48-jährige Einbrecher steht nun vor Gericht.

München – Mit Kleinkram wollte sich Tomor G. (48) offenbar nicht abgeben. So suchte er sich für seinen größten Coup auch nicht irgendein Hotel aus, sondern das luxuriöse Schloss Elmau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen), auf dem im Juni 2015 der G7-Gipfel stattfand. 

Dort knackte er den Tresor, in dem sich 43.000 Euro Bargeld befanden. Dank DNA-Analyse kam die Polizei dem Täter auf die Schliche, der sich nun wegen einer Einbruchsserie im Allgäu sowie in den Kreisen Starnberg und Garmisch-Partenkirchen vor dem Landgericht München II verantworten muss. Vier von fünf angeklagten Tatkomplexen hat er gestanden.

In der Nacht des 6. Mai 2014 brach der Kosovare in das Technikbüro des Schlosshotels Elmau ein, gelangte jedoch von dort aus nicht ins Buchhaltungsbüro. Deshalb stieg er durch das kaputte Fenster wieder aus und hebelte von außen das Fenster der Buchhaltung auf. Zusammen mit einem Mittäter, den er vor Gericht preisgab, wuchtete er einen 200 Kilo schweren Safe-Würfel aus dem Büro und lud ihn auf eine Sackkarre, anschließend in ein gestohlenes Auto. Mit diesem fuhren die Männer zu einem Stadel bei Wallgau, wo sie den Tresor knackten und die 43.000 Euro einsteckten. Der Sachschaden betrug 2500 Euro. Zur Vorbereitung der Tat waren der Kosovare und sein Komplize in eine Sanitärfirma in Garmisch-Partenkirchen eingedrungen und hatten zwei Sackkarren, Werkzeug und – vorübergehend – einen Citroen gestohlen.

Nach diesem Muster gingen sie auch bei den anderen Einbrüchen vor. So entwendete Tomor G. fünf Monate später Werkzeug und einen Fiat in Farchant (ebenfalls Landkreis Garmisch-Partenkirchen), um damit in ein örtliches Autohaus einzusteigen. Er erbeutete etwa 2500 Euro aus der Registrierkasse sowie einen Tresor, den er aber nicht öffnen konnte. Zwei Orte weiter, in Ettal, soll er rund 3500 Euro in einem Hotel gestohlen haben. Diese Tat bestreitet G. allerdings.

Zwei weitere Taten gestand er indes: Am 3. Februar 2014 stieg er in eine Autowerkstatt in Weßling (Kreis Starnberg) ein und stahl 600 Euro. Anschließend flüchtete er mit einem VW-Bus vom Kundenparkplatz, den er irgendwann am Straßenrand stehen ließ. Bereits 2012 hatte G. eine Tankstelle in Immenstadt im Allgäu aufgebrochen – er nahm damals Tabakwaren im Wert von 12.000 Euro und die Tageseinnahmen in Höhe von 10.500 Euro mit. Insgesamt soll der Beuteschaden bei rund 100.000, der Sachschaden bei fast 9000 Euro liegen. Der Prozess dauert an.

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