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Hilfe rund um die Uhr: Paula Angermann pflegt ihren 80-jährigen Mann Adolf zu Hause.

Pflege rund um die Uhr

Eine Betroffene berichtet: „Als Angehöriger braucht man jede Hilfe – sonst geht es nicht“

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Jeden Tag ist Paula Angermann für ihren Ehemann Adolf da. Rund um die Uhr. Sie wäscht ihn, füttert ihn, bettet ihn um. Vor fünf Jahren erlitt ihr Mann eine Hirnblutung, lag im Sterben. „Doch er wollte noch nicht gehen“, erzählt die 70-Jährige.

München – Nun ist Adolf 80 und bettlägrig, er kann weder sprechen noch schlucken: Pflegegrad fünf – die höchste Stufe. Liebevoll pflegt ihn seine Frau in der Wohnung in Harthof in München. „Dabei werde ich absolut alleingelassen“, sagt sie.

Über die finanzielle Hilfe von der Kasse kann sie nur den Kopf schütteln. „1995 Euro bekomme ich monatlich als gedeckelten Betrag für die Versorgung. Nur: Die Summe geht schon für den ambulanten Dienst drauf.“ Der kommt dreimal am Tag – greift der Münchnerin unter die Arme. Sogar ihre Schwester ist in die Pflege einbezogen. „Man braucht jede Hilfe, sonst geht es nicht“, sagt Paula Angermann.

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Ihren Mann ins Pflegeheim bringen? Das kommt für sie nicht infrage: Weil sie ihn nicht weggeben will. „Aber auch, weil das finanziell gar nicht möglich wäre.“ Das Heim würde bei seiner aufwendigen Versorgung gut 5000 Euro kosten – davon müsste das Ehepaar dann rund die Hälfte selbst zahlen. „Unser Erspartes ist dann schnell weg. Dann lebe ich irgendwann von Sozialhilfe.“

Was Paula Angermann ändern würde, um die Pflegenden etwas zu entlasten? „Die Sätze gehören erhöht. Mich würden aber auch Kleinigkeiten freuen, wie ein gratis MVV-Ticket oder freier Eintritt in Museen oder Gärten.“ Dann könnte man mal raus, als Pflegender – einfach zum Durchatmen.

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