Eine Million Besucher zu Gäubodenfest erwartet

Straubing - Bei einem der traditionsreichsten bayerischen Volksfeste werden von diesem Freitag an wieder mehr als eine Million Besucher erwartet.

Das 98. Gäubodenvolksfest im niederbayerischen Straubing lockt mit einem 90.000 Quadratmeter großen Vergnügungspark, in dem 114 Schausteller vom Hau-den-Lukas über das Riesenrad bis zum 50 Meter hohen Free-Fall-Turm zahlreiche Attraktionen bieten. Neu ist heuer die Achterbahn "Black Hole", die teilweise durch das Dunkel saust, und der 80-Meter-Parcours "Psychodelic", der eine Zeitreise in die 1970er Jahre verspricht.

Obwohl das Straubinger Fest bei der Besucherzahl mittlerweile vom Nürnberger Volksfest überholt wurde und damit nicht mehr der zweitgrößte Jahrmarkt im Freistaat ist, gilt das Gäubodenvolksfest als eines der ursprünglichsten Volksfeste im altbayerischen Raum. Im Vorfeld hatte in diesem Jahr eine Entscheidung des Straubinger Stadtrats für Ärger gesorgt, wonach nun nur noch sechs statt bislang sieben Festzelte für die Besucher aufgebaut werden. Nach Angaben der Organisatoren ist die Zahl der Plätze in den Zelten mit 24.000 allerdings unverändert geblieben. Freunde des Gerstensafts können sich darüber freuen, dass das Festbier heuer nicht teurer geworden ist - die Maß Bier kostet weiterhin 6,80 Euro.

Das fast 200 Jahre alte Volksfest startet am Freitagabend mit einem großen Trachtenumzug zur Festwiese. Dazu werden 70 Brauchtumsgruppen und Festwägen sowie insgesamt 2500 Teilnehmer erwartet. Am Samstag wird das bis 17. August dauernde Fest dann von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) offiziell eröffnet. Parallel zum Volksfest findet wieder die Verbrauchermesse Ostbayernschau statt, bei der mehr als 700 Aussteller in 17 Hallen und auf einem großen Freigelände ihre Waren und Dienstleistungen präsentieren.

Um die Sicherheit beim Fest zu gewährleisten, setzt die Polizei erneut Videokameras ein. Nachdem 2008 erstmals während der elf Tage drei Kameras am Stadtplatz installiert waren, wird die Überwachung in diesem Jahr auf das eigentliche Festgelände ausgeweitet. Insgesamt wird die Polizei dadurch nun elf elektronische Augen im Einsatz haben. Die Videoüberwachung habe sich bewährt, sagte ein Polizeisprecher.

dpa

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