Bewährungsstrafe nach tödlicher Disco-Schlägerei

Passau - Wegen einer tödlichen Disco-Schlägerei hat das Landgericht Passau am Dienstag einen 20-Jährigen zu einer eineinhalbjährigen Jugendstrafe verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

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Das Gericht wertete die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Der Beschuldigte hatte auf dem Parkplatz einer Diskothek im niederbayerischen Aicha vorm Wald einen 27-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, das Opfer starb an einer Hirnblutung. Vier weitere junge Männer, die ebenfalls angeklagt waren, wurden von der Jugendkammer freigesprochen.

In dem Prozess hatte der Gerichtsmediziner ausgesagt, dass die Rauferei vom Februar sehr unglücklich verlaufen sei. In vielen anderen Fällen ende solch ein Fausthieb mit weit weniger dramatischen Folgen. Das Gericht wies deshalb darauf hin, dass der Fall mit anderen Gewalttaten von Jugendlichen oder Heranwachsenden, über die in der vergangenen Monaten berichtet wurde, nicht vergleichbar sei.

Der zur Tatzeit 19 Jahre alte Mann muss nach dem Urteil auch noch 90 Stunden Sozialarbeit leisten. Nach der Tat saß er bereits drei Monate in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihn eine dreijährige Jugendstrafe verlangt, sein Verteidiger plädierte auf eine kurze Arreststrafe.

Bei den vier weiteren Angeklagten konnte die Jugendkammer nicht ausschließen, dass sie bei dem Streit nur schlichten wollten oder in Notwehr gehandelt haben. Sie wurden deshalb freigesprochen. Drei dieser Angeklagten saßen zunächst ebenfalls in Untersuchungshaft, sie können nun mit einer finanziellen Haftentschädigung rechnen. Das Urteil ist Landgerichts ist aber noch nicht rechtskräftig.

dpa

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