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Münchner Erzbistum

Kirchenfinanzen

Millionen-Einnahmeplus: Erzbistum stockt den Bau-Etat kräftig auf

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Das Erzbistum legt den Jahresabschluss 2016 und den Haushalt 2017 vor. Der Inhalt kann sich sehen lassen: ein Einnahmeplus von 52 Millionen Euro. Der Ertrag lag 2016 bei 833,1 Millionen Euro.

München– Dicke Zahlenwerke liegen auf dem Tisch, als Peter Beer, Generalvikar des Erzbistums München und Freising, am Montag mit Finanzdirektor Markus Reif den Jahresabschluss 2016 und den Haushalt 2017 der Erzdiözese vorlegen. Der Inhalt der Unterlagen lässt sich sehen: Das Erzbistum kann ein Einnahmeplus von 52 Millionen Euro verbuchen. Der Ertrag lag 2016 bei 833,1 Millionen Euro.

589,8 Millionen Euro kamen allein über die Kirchensteuer herein, die nach wie vor kräftig sprudelt. Auch für dieses Jahr vermeldet Reif ein Plus von fünf Prozent. Aufs ganze Jahr gerechnet, geht man von einem Anstieg von 2,4 Prozent aus. 

Sparen für Spielräume - zum Beispiel beim Bauen

Trotz der guten Einnahmenseite ist aber Sparen angesagt – Sparen fürs Investieren. „Wir haben entschieden, den Bauetat erheblich aufzustocken“, erklärt der Finanzdirektor. Gespart werde, um Spielräume für größere Bauvorhaben zu schaffen. Wurden 2016 rund 60 Millionen Euro in Baumaßnahmen gesteckt, stellt das Erzbistum 2017 zusätzliche 75 Millionen Euro aus den Rücklagen dafür bereit. Mit 15 Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt stehen 2017 damit 148,6 Millionen Euro für Bauten der Kirchenstiftungen in den Bereichen Seelsorge und Kindertagesstätten zur Verfügung.

Mittel fließen in die Sanierung erzbischöflicher Schulen, 4,5 Millionen in die Sanierung des Klosters Benediktbeuern. Das Kloster liegt zwar auf dem Gebiet des Bistums Augsburg, aber „ist mit seiner Jugendbildung und dem Standort der Stiftungsfachhochschule wichtig für die Menschen, die in unserem Bistum wohnen“, so Reif. Aufwendige Baumaßnahmen sind auch die Sanierung der Irmengardschulen in Garmisch-Partenkirchen, wofür 20 Millionen Euro veranschlagt werden. Für die auf Jahre angelegte Neugestaltung des Dombergs in Freising werden im Nachtragshaushalt 8,9 Millionen berechnet. Bei 7000 Gebäuden im Kirchenbesitz sind die Investitionen aber laut Generalvikar Beer „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“. 

Braucht jede Pfarrei jedes Gebäude?

Künftig müsse noch mehr überlegt werden: Braucht jede Pfarrei jedes Gebäude? „Wir brauchen strategische Entscheidungen: Was wollen wir? Was kostet es? Wie geben wir es aus?“, so Beer. Dann müsse man etwa überlegen, ob überall ein Pfarrsaal nötig ist. Dabei gelte es auch zu beachten, dass im Nordosten der Erzdiözese die größere Katholikendichte sei als im Oberland. Schrittweise gehe es weiter mit dem tief greifenden Wandlungsprozess. Künftig sollen auch diözesane Räte stärker in die Ausgabenplanung eingebunden werden unter dem Motto „Wie können wir Steuerzahler mehr beteiligen?“.

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