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Eine Straßensperre erhitzte die Gemüter in Neuburg am Inn (Symbolbild).

„Massive Entgleisungen“ 

Einsatzkräfte wollen Biker Leben retten - Autofahrer rasten aus, weil sie nicht zum Wertstoffhof kommen

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Erneut kam es zu einer extremen Situation bei einem Rettungseinsatz: Feuerwehrkräfte wurden massiv beleidigt, weil sie eine Straße absperren mussten. 

Neuburg am Inn - Wieder einmal sorgt ein Vorfall, bei dem Rettungskräfte massiv beleidigt und angegriffen werden, für Kopfschütteln. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, wurden Feuerwehrler am Samstag massiv angegangen. Hintergrund des Einsatzes war ein schwerer Unfall auf der Kreisstraße zwischen Neuburg am Inn und Passau. Ein Motorradfahrer war mit einem Auto mitsamt Anhänger zusammengestoßen. Er erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. 

Für die Rettung des Verletzten sowie den Einsatz des Unfallgutachters musste die Feuerwehr den Unfallort absperren, was dazu führte, dass auch die Zufahrt zum örtlichen Wertstoffhof versperrt wurde. Das regte nicht wenige Autofahrer extrem auf. Der Passauer Neuen Presse erzählte Kommandant Uwe Vogl von „massiven verbalen Entgleisungen“. Es habe „heftige Wortgefechte“ gegeben und einige Autofahrer seien „absolut nicht verständnisvoll“ aufgetreten. 

Video: Behinderungen von Rettungskräften keine Seltenheit

Immer wieder werden Feuerwehrkräfte von Autofahrern attackiert

Dass ehrenamtliche Feuerwehrkräfte solchen Situationen ausgesetzt sind, ist alles andere als ein Einzelfall. So behinderte ein Golf-Fahrer die Feuerwehr bei einem Einsatz in Mühlheim. Er bedroht und beleidigt die Rettungskräfte, die dadurch nicht zum Einsatz weiterfahren konnten

Ein 55 Jahre alter Autofahrer, der im Mai 2018 Feuerwehrleute aus Benediktbeuern und Bichl bedroht und beleidigt hatte, musste sich vor dem Amtsgericht verantworten. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, berichtete Merkur.de*.

Im Münchner Landkreis wurde ein Feuerwehrmann von einem BMW-Fahrer nicht nur aufgehalten, sondern auch noch übelst beleidigt - und dann verfolgt, meldet Merkur.de*.

Tatort Wertstoffhof: Beschäftige müssen nicht nur Beleidigungen einstecken

Doch auch an Wertstoffhöfen geht es mitunter heiß her. Raue Sitten herrschen unter den Kunden des Grasbrunner Wertstoffhofs, wie ebenfalls Merkur.de* berichtet. Da werden die Angestellten schon mal als Arschlöcher bezeichnet und auch bedroht.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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Kommentare

Sapere AudeAntwort
(1)(0)

Zuviel Weihrauch geschnuppert , hmmm?

AuweiaAntwort
(0)(0)

Auch beim Reinigen kommt es auf penibles, verantwortungsvolles Arbeiten an. Lieber nicht!

Joe Doe
(2)(0)

Jeden einzelnen Fall anzeigen und die Gerichte sollten diese nicht wegen Geringfügigkeit einstellen. Wenn dann einmal eine handvoll dieser starrsinnigen, selbstverliebten Wutbürger ordentlich gezahlt haben, dann wird sich das Thema schon bessern.