Nachwuchs im Tiergarten

Ein Eisbärenbaby im Nürnberger Zoo vermutlich tot

Nürnberg - Traurige Nachrichten aus dem Nürnberger Tiergarten. Eines der beiden Eisbärenbabys im Nürnberger Tiergarten ist wahrscheinlich tot.

Es sah alles so gut aus: Die Mutter von Flocke hat wieder zwei Eisbärenbabys auf die Welt gebracht. Die Jungtiere seine vital, hieß es vom Zoo. Doch jetzt haben Pfleger ein Junges seit zwei Tagen nicht mehr auf den Aufnahmen der Videokamera gesehen, sagte eine Sprecherin des Zoos am Donnerstag. „Man hört auch nur noch eines quietschen.“ Sie befürchten, dass es tot ist.

Gefressen habe die Mutter ihr Junges wohl nicht. Möglicherweise sei es aber erdrückt worden oder war zu schwach oder krank. Das zweite Eisbärkind habe gut sichtbar in der Armbeuge des Muttertiers geschlafen und die Pfleger hätten es auch trinken sehen. Eine kleine Möglichkeit bestehe aber noch, dass auch das zweite Tierbaby noch lebt.

Tierpfleger können nicht in die Höhle

In die Höhle hineingehen können die Tierpfleger nicht, weil die Mutter dann höchstwahrscheinlich auch das zweite Junge töten würde. Bei einer Störung fressen Eisbärweibchen ihre Kinder oft auf. In ihrer unwirtlichen Heimat am Polarkreis sei eine Geburt eine große Anstrengung und wenn die Chance gering sei, dass der Nachwuchs überlebt, glichen die Elterntiere so ihren Energieverlust aus, sagte die Sprecherin.

Ein zwölf Jahre altes Eisbärweibchen hatte vor einer Woche die beiden Jungtiere zur Welt gebracht. Der Eisbärnachwuchs soll in etwa drei Monaten erstmals seine Höhle verlassen und von Anfang März an für Besucher zu sehen sein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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