Ekelfleisch-Prozess: Angeklagter erleidet Herzinfarkt

Augsburg - Der Hauptangeklagte im Augsburger Ekelfleisch-Prozess hat einen leichten Herzinfarkt erlitten. Die Verhandlung gegen ihn wurde unterbrochen.

Der Vorsitzende Richter am Landgericht unterbrach deshalb am Dienstag die Verhandlung gegen den 60-Jährigen und trennte das Verfahren ab. Der Mann hatte am Samstag den Infarkt erlitten und ist nach Angaben seines Verteidigers erst in einigen Wochen wieder verhandlungsfähig. Gegen zwei mitangeklagte Geschäftspartner des Wertinger Fleischhändlers wurde der Prozess hingegen fortgesetzt.

Die Männer müssen sich unter anderem wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, nichtsichere Lebensmittel in den Handel gebracht zu haben. Zu Prozessbeginn hatten die Geschäftspartner Geständnisse abgelegt, nachdem der Vorsitzende Richter ihnen dafür Bewährungsstrafen zugesichert hatte.

Ein Mitangeklagter soll dem Wertinger Fleischfabrikanten in 22 Fällen tiefgefrorenes Fleisch verkauft haben, das “nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet“ war. Laut Anklage etikettierte dieser das minderwertige Fleisch in seinem Betrieb heimlich um. Dabei entfernte der 60-Jährige stets direkt nach dem Eintreffen der Lieferungen die sogenannten Warenbegleitpapiere und ersetzte sie durch eigene Dokumente, die das Fleisch als verzehrtauglich kennzeichneten. Anschließend soll der Unternehmer das Fleisch verkauft haben, insgesamt soll es sich dabei um 150 Tonnen gehandelt haben.

dpa

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