Jagdunfall oder Straftat?

Erschossene Jägerin in Unterfranken: Partner nach Vernehmungen wieder frei

Nachdem eine Jägerin im unterfränkischen Elsenfeld erschossen wurde, befindet sich ihr Partner weiterhin in Polizeigewahrsam. Ein Ermittlungsrichter soll nun über die Untersuchungshaft des 50-jährigen Mannes entscheiden. 

Update 16.31 Uhr: Nach dem tödlichen Schuss auf eine Jägerin ist der Schütze und Lebensgefährte der 47 Jahre alten Frau nach den Vernehmungen wieder auf freiem Fuß. Das habe der Ermittlungsrichter in Aschaffenburg am Donnerstag angeordnet, sagte ein Polizeisprecher. Es werde nicht davon ausgegangen, dass der Mann mit irgendeiner Tötungsabsicht gehandelt habe. Gegen den 50-Jährigen wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung weiter ermittelt.

Elsenfeld - Nach dem tödlichen Schuss auf eine Jägerin ist der Schütze und Lebensgefährte der 47 Jahre alten Frau noch immer in Polizeigewahrsam. Noch am Donnerstag sollte entschieden werden, ob der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden soll, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der Richter würde entscheiden, ob der 50-Jährige tatverdächtig ist und deshalb in Untersuchungshaft genommen werden muss.

Die Jägerin war am Dienstagabend bei einer nächtlichen Jagd im unterfränkischen Landkreis Miltenberg durch einen Schuss tödlich verletzt worden. Sie war gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten in einem Wald- und Feldgebiet bei Elsenfeld unterwegs, als der Schuss fiel. Die Frau starb noch am Unglücksort.

Erschossene Jägerin: Eine Sache bleibt unklar

„Wir gehen mit an Sicherheit gehender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass er geschossen hat“, sagte der Polizeisprecher. Unklar war zunächst, ob es sich dabei um einen Unglücksfall oder eine Straftat handelte.

Gemeinsam mit Experten des Bayerischen Landeskriminalamtes werden deshalb nach wie vor die Spuren ausgewertet. Zudem wird die Leiche der Jägerin von Rechtsmedizinern untersucht. „Jetzt geht es darum, die Aussagen des 50-Jährigen und die Spuren zu vergleichen und zu prüfen, was vorgefallen ist“, sagte ein Polizeisprecher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Seeger (Symbolbild)

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