Elternverband fordert Abkehr vom Notensystem

Lauf - Kurz vor der Zeugnisvergabe an bayerischen Schulen hat der Bayerische Elternverband die Abkehr vom Notensystem gefordert. Die Alternativen und warum Eltern "Himmel und Hölle in Bewegunug setzen" sollten:

“Noten sind falsch“, hieß es in einer BEV-Mitteilung vom Donnerstag im mittelfränkischen Lauf. “In der Grundschule brauchen wir Noten auf keinen Fall. Es wäre kein Problem, sie bis zur achten Klasse wegzulassen und erst dann mit der Benotung anzufangen, wenn die ersten Prüfungstermine stattfinden“, fügte BEV-Sprecherin Ursula Walther hinzu. Der Lernfortschritt dürfe nur individuell und am eigenen Leistungsniveau gemessen werden und nicht an dem anderer Kinder. An diesem Freitag erhalten mehr als eine Million Schüler in Bayern ihre Zwischenzeugnisse.

Nach Ansicht des Verbandes schieben Schulen mit der Notenvergabe die Verantwortung für ihre Schüler an die Eltern ab. Der BEV lehne “ein solches pädagogisches Outsourcing“ ab. Die Schule müsse für den Lernerfolg ihrer Schüler sorgen - nicht die Eltern. Dennoch sollten Eltern schlechte Noten ihrer Kinder ernst nehmen und “Himmel und Hölle in Bewegung setzen“ und mit den Lehrer sprechen, sagte Walther. Es komme oft genug vor, dass gute Einzelnoten in der Abschlussnote vernachlässigt würden.

Eine ganz andere Sicht auf Schulnoten hat der Bayerische Philologenverband (bpv). “Die Zeugnisnoten sind für die Schülerinnen und Schüler, aber auch deren Eltern eine wichtige Rückmeldung“, sagte der bpv-Vorsitzende Max Schmidt laut Mitteilung. Sie könnten sich so schnell einen Überblick auf ihren Leistungsstand verschaffen. “Kinder und Jugendliche wollen in der Regel Noten bekommen und fühlen sich durch sie motiviert. Gute Noten helfen dabei, sich in den Fächern, in denen es gut klappt, weiterhin anzustrengen. Schlechte Noten zeigen, wo man es noch besser machen muss.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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