Elternverband: Schwache Schüler besser fördern

München - Der Bayerische Elternverband (BEV) hat eine bessere Förderung leistungsschwächerer Schüler durch die Schulen angemahnt.

Die Verantwortung auch für diese Kinder und Jugendlichen dürfe nicht auf die Eltern unter anderem mit Nachhilfeunterricht abgeschoben werden, machte der Elternverband am Mittwoch mit Blick auf die Ausgabe der Zwischenzeugnisse an diesem Freitag deutlich.

Sie sei deshalb doch erstaunt über die Äußerung von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) zu den Zwischenzeugnissen, sagte BEV- Landesvorsitzende Heike Hein laut einer in München veröffentlichten Mitteilung. Spaenle hatte am Dienstag erklärt: “Das Zeugnis dient Schülern und Eltern dazu, die Leistungen des ersten Halbjahres sachlich zu analysieren und gegebenenfalls notwendige Schritte für das zweite Halbjahr einzuleiten.“

Dazu sagte Hein: “Wenn ein Schüler im zweiten Halbjahr besondere Hilfen braucht, so ist dies die Sache der Schule.“ Es könne nicht angehen, dass die Eltern in Form von persönlicher oder finanzierter Nachhilfe die Förderung übernähmen, die eigentlich die Schule leisten müsse. So jedenfalls sei die viel beklagte Verbindung von Einkommen und Bildung der Eltern mit den Bildungschancen der Kinder niemals zu unterbrechen.

Wichtig sei auch, dass sich das Kultusministerium endlich die Sichtweise moderner Pädagogik zu eigen mache. Diese betrachte den durch Tests und Noten abgebildeten Entwicklungsstand eines Kindes lediglich als einen Teilaspekt seiner Entwicklung, erläuterte Hein. Wohl und Wehe eines Kindes nur von Noten abhängig zu machen, die ausschließlich kognitive Momentleistungen abbildeten, demotiviere das Kind und werde ihm in seiner Ganzheit nicht gerecht

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