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In Bad Reichenhall herrscht Empörung über eine Fetisch-Party, die im Kurhaus stattgefunden haben soll.

Finanzministerium wird aktiv

Ärger um Erotik-Party in staatlichem Kurhaus

Bad Reichenhall - Eine Fetisch-Party im staatlichen Kurhaus von Bad Reichenhall beschäftigt das Finanzministerium in Bayern. Die freizügige Feier könnte ein Nachspiel haben.

Normalerweise bietet sich das Königliche Kurhaus in Bad Reichenhall als Location für Konzerte, Feste oder Hochzeiten an. Am 21. Juni diesen Jahres sollen aber circa 400 freizügige Gäste unter dem Motto "Maskenball" eine Fetisch-Party gefeiert haben. Nachdem bekannt wurde, dass es sich bei der Feier nur bedingt um einen Maskenball handelte, könnte es nun ein Nachspiel geben: Die CSU-Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber zeigte sich empört und kündigte an, dass sich das Finanzministerium als überörtliche Behörde mit dem Fall beschäftigen wird.  

Sie drängte auf ein persönliches Gespräch mit Finanzminister Markus Söder (CSU). Im „Trostberger Tagblatt“ sprach die Mutter dreier Kinder von einer „Entweihung der Gemäuer“.

Nach Angaben der Zeitung hatten sich am 21. Juni an die 400 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 80 Jahren unter dem Motto „Maskenball“ zu einer freizügigen Party im Kurhaus getroffen. Von Fesselwerkzeugen bis zum Bett im Séparée sei alles geboten gewesen. Auf den Nachttischchen hätten Kondome bereitgelegen, ließ sich das „Trostberger Tagblatt“ von Anwesenden berichten: „Da ging es schon richtig zur Sache.“ Viele Gäste seien in Latex erschienen.

In dem Gebäude finden neben Kongressen ansonsten Veranstaltungen mit eher repräsentativem Charakter statt - auch Staatsempfänge mit dem Ministerpräsidenten. Mehrheitsgesellschafter der Kur-GmbH ist der Freistaat. Im Internet wird das Kurhaus als einmalige Schönheit und Visitenkarte des Ortes angepriesen, das seit der Renovierung modernste Technik biete. „Mit optimaler Kontrolle über Licht und Ton kann nun jegliche Veranstaltung perfekt inszeniert werden.“

Die Kurdirektorin Gabriella Squarra hat laut "Bayernwelle" von ihrem Mitarbeitern von keinen Auffälligkeiten nach der Party gehört und meint des weiteren, dass es nach manchem Abi-Ball schlimmer aussehen würde. Dennoch werde sie den Vorwürfen nachgehen. 

dpa

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