Endlich Ende in Sicht?

Grippewelle: Darum ist Oberbayern noch gefährdet

München - Wochenlang lähmte sie Betriebe und Behörden - jetzt scheint die schwere Grippewelle abzuklingen. Nur in Oberbayern mahnen die Gesundheitsbehörden noch zur Vorsicht.

Nach fast zwei Monaten zeichnet sich in Bayern ein Ende der schweren Grippewelle ab. Die Gesundheitsämter registrierten in der vergangenen Woche nur noch 1060 neue Influenza-Infektionen - deutlich weniger als in der Woche davor. „Die Kurve geht jetzt eindeutig nach unten“, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen. „Die Saison steuert langsam dem Ende entgegen.“

Gemessen an der Zahl der gemeldeten Erkrankungen war es die schwerste Grippewelle seit der Schweinegrippe 2009. Seit Jahresanfang wurden 13.661 Influenza-Infektionen gemeldet. Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt gerade mal 1677 Fälle. Allerdings war 2014 ein extrem schwaches Grippejahr.

Die meisten Neuinfektionen (315) wurden vergangene Woche aus Oberbayern gemeldet. Grund war laut LGL die große Bevölkerungsdichte im Großraum München. Es folgen Mittelfranken mit 216 neuen Influenza-Erkrankungen. Schlusslicht sind - wie schon während der gesamten Grippesaison - Schwaben mit 81 und Unterfranken mit 54 neuen Fällen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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