„Keine schöne Sache“

Ende nach 23 Jahren: BR verzichtet künftig auf das Chiemgauer Volkstheater

Aus für einen bayerischen TV-Klassiker: Nach rund 23 Jahren will der BR keine neuen Komödien mit dem Chiemgauer Volkstheater mehr drehen.

München - Das Chiemgauer Volkstheater wird künftig nicht mehr mit neuen Komödien im BR Fernsehen zu sehen sein. Nach 23 Jahren gehe die Zusammenarbeit zu Ende, teilte der Bayerische Rundfunk (BR) am Dienstag in München mit. Der BR wolle das Genre des Volkstheaters neu ausrichten und den Großteil der Bühnenproduktionen ab 2019 unter der bewährten Marke „Komödienstadel“ zusammenfassen.

Bernd Helfrich, der das Theater mit seiner Frau Mona Freiberg leitet und auch selbst schauspielert, bedauerte diesen Schritt. Es sei „keine schöne Sache“, aber die Truppe werde eine Zukunft haben, sagte er dem Münchner Merkur und und der tz, die zuerst darüber berichtet hatten.

Kostendruck macht Schritt nötig, sagt der BR

Steigender Kostendruck mache es leider unmöglich, auf Dauer an allen Formaten festzuhalten, erläuterte der BR. Das Volkstheater bleibe aber fester Bestandteil im BR Fernsehen, etwa mit der „Komödie aus Franken“ des Duos Heißmann und Rassau sowie der Volkssänger-Revue „Brettl-Spitzen“. Auch der traditionsreiche „Komödienstadel“, das seit 1959 im BR läuft, soll erhalten bleiben.

Zwei neue Komödien wird das Chiemgauer Volkstheater aus Riedering im Landkreis Rosenheim bis Ende Juni noch aufzeichnen. „Ein guter Rutsch“ soll voraussichtlich an Silvester ausgestrahlt werden, das Stück „Nicht öffentlich!“ im kommenden Jahr. Außerdem will der Sender 180 Komödien aus dem Repertoire weiterhin wiederholen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Felix Hörhager

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