Nadelöhr beseitigt

Endlich! Züge fahren schneller ins bayerische Chemiedreieck

Das Nadelöhr auf der Bahnstrecke ins bayerische Chemiedreieck zwischen Mühldorf am Inn und Tüßling ist beseitigt. Aber es gibt weitere Baustellen.

Mühldorf am Inn – Seit Montag fahren Züge nun schneller ins bayerische Chemiedreieck. Auf einer Länge von elf Kilometern, zwischen Mühldorf am Inn und Tüßling in Oberbayern, mussten sich bisher an die 140 Züge pro Tag ein Gleis teilen. „Jede Kette ist so stark wir ihr schwächstes Glied – mit diesem Ausbau haben wir die Lieferkette des bayerischen Chemiedreiecks wesentlich gestärkt“, sagte das Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, bei der Feier. 

Dobrindt: „echter Mobilitätsgewinn für Südbayern“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wies auf die Bedeutung des 150 Millionen Euro teuren Ausbaus für Oberbayern hin: „Das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling bringt einen echten Mobilitätsgewinn für Südostbayern.“ Außerdem sei der Abschnitt Teil der wichtigen Bahnstrecke von München nach Freilassing (Kreis Berchtesgadener Land) und damit eine „Lebensader für die gesamte Region“, so Dobrindt. Die Strecke gelte als Teil der „Magistrale für Europa“ von Frankreich bis in die Slowakei. Als Ziel deklariert der Minister diese Strecke „durchgängig zu elektrifizieren und weiter auszubauen“.

Bayerns Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU), der sich im April vor Ort ein Bild von den finalen Bauarbeiten gemacht hatte, nannte den Ausbau der Strecke einen „echten Segen“. Die Berufspendler benötigten dringend eine leistungsstarke Anbindung an München. Zudem solle Bayern auf schnellstem Wege per Schiene an den norditalienischen Hafen Triest angebunden werden, „um unsere heimischen Produkte schnell und effizient zu exportieren“.

Weitere Bauarbeiten geplant

Und es soll so weitergehen. 2018 werde die Bahn die Entwurfsplanung für den Abschnitt von Markt Schwaben östlich von München bis Ampfing nahe Mühldorf präsentieren, kündigte Pofalla an. „Noch in diesem Jahr wird das dritte Gleis Freilassing-Salzburg in Betrieb genommen.“

dpa

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