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ERC Ingolstadt: „Lage kann für Liga bedrohlich werden“

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Eishockey
Ein Eishockeyspieler spielt den Puck. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Der ERC Ingolstadt aus der Deutschen Eishockey Liga sieht die Corona-Hilfen für den Profisport in vielen Fällen als überlebensnotwendig an. „Um die Dimensionen zu verdeutlichen: Unsere Top-Clubs mit großen Hallen verzeichnen seit Beginn der Corona-Pandemie Ticketausfälle von mehr als 15 Millionen Euro! Diese Hilfe ist existenziell für viele Clubs. Sie haben darauf vertraut, wenn keine Zuschauer kommen dürfen“, sagte der Ingolstädter Aufsichtsratschef Jürgen Arnold dem „Donaukurier“ im Interview (Donnerstag).

Ingolstadt - Beim Bund-Länder-Gipfel wurde eine Fortsetzung des Programms über das Jahresende hinaus vereinbart. „Für 2020 und 2021 waren im Topf „Corona-Hilfen Profisport“ 400 Millionen Euro für Proficlubs aller Sportarten außerhalb der 1. und 2. Fußball-Bundesliga, die auf 1,8 Millionen Euro pro Club begrenzt waren. Diese Summe galt nur für Ticketausfälle und ist in der Regel zu Beginn dieser Saison bereits ausgeschöpft gewesen“, sagte Arnold. „200 Millionen sind aber noch im Topf, die die Politik für 2022 übernehmen muss. Außerdem muss sie den Deckel der 1,8 Millionen Euro pro Club deutlich anheben.“

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sind vom 28. Dezember an bei allen Großveranstaltungen keine Zuschauer mehr zugelassen.

„Im Frühjahr, zum Zeitpunkt der Lizenzierung, hat niemand mit der aktuellen Situation um die Omikron-Variante rechnen können. Es gab am einen oder anderen Standort die Hoffnung, ohne zusätzliche Hilfe von Gesellschaftern auszukommen und die mit den Spielern vereinbarten Corona-Klauseln nicht ziehen zu müssen“, erläuterte Arnold und meinte damit mögliche Gehaltsreduzierungen bei Zuschauerausschluss. „Das wird aber nun leider der Fall sein. Die aktuelle Lage kann für die Liga durchaus bedrohlich werden.“ dpa

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