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Hygienischer Eiergreifer: Eine Erfindung der vergangenen Jahre, die bei der Neuheiten-Präsentation zur Internationalen Erfindermesse in Nürnberg präsentiert wurden. Die Messe startet am Donnerstag für Fachbesucher.

Erfindermesse Iena in Nürnberg

Düsentrieb-Deutschland: Patentanmeldungen auf Rekordkurs

Nürnberg - Der Erfindergeist in Deutschland ist weiter ungebrochen. Die Zahl der Patentanmeldungen stieg im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von knapp 66.000.

Das berichtete das Deutsche Patent- und Markenamt am Dienstag zum Auftakt der Nürnberger Erfindermesse Iena. Und in diesem Jahr werde die Zahl wohl noch einmal übertroffen, sagte Behördensprecherin Petra Knüfermann. Nach einem rasanten Anstieg in den vergangenen sechs Jahren sei allerdings so langsam „der Zenit erreicht“, die Zahl wachse nicht mehr so stark wie bislang.

Deutschland sei aber noch immer ein Land der Erfinder. Mehr als 4000 Anmeldungen pro Jahr kämen von Einzelerfindern, also nicht von Unternehmen. „Das ist schon eine beachtliche Zahl“, sagte Knüfermann.

Untersützung für Erfinder geht zurück - Unternehmensgründer werden stärker gefördert

Erfinder hätten es hierzulande dennoch schwerer als beispielsweise in den USA, sagte Wolfgang Müller vom Steinbeis-Transferzentrum Infothek in Baden-Württemberg. Während Unternehmensgründer immer stärker gefördert würden, gehe die Unterstützung für Erfinder kontinuierlich zurück. Denn nur Erfinder zu sein, reiche meistens nicht aus, sagte Knüfermann. Um sein Produkt auch vermarkten zu können, müsse man auch Unternehmer sein, und von vielen Dingen etwas verstehen, etwa von gewerblichem Rechtsschutz.

Bei der vom 29. Oktober bis zum 1. November dauernden Iena, der nach Veranstalterangaben größten Erfindermesse der Welt, sind etwa 700 Einzelerfindungen aus 36 Nationen zu sehen. Die meisten stammen aus den Bereichen Sicherheit, Medizin und Verkehr. Nach zwei Fachbesucher-Tagen ist das allgemeine Publikum am Samstag und Sonntag zugelassen.

dpa

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