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Riesen-Eisklotz fällt in Oberbayern vom Himmel: Ehepaar beinahe im Schlaf erschlagen

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Von: Johannes Welte

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Der Durchmesser des Kraters misst über 1,20 Meter
Der Einschlagkrater des Eisklotzes. Rasenstücke schleuderten sechs Meter hoch an die Hauswand. © Bergér

Ein riesiger Eisklotz kracht in den Vorgarten eines Ehepaares in Eichstätt – nur fünf Meter vom Schlafzimmer entfernt. Die Erklärung des Ehemanns verblüfft.

Eichstätt – Es war früh am Donnerstag, als Susanne und Georg Bergér aus Eichstätt* noch im Bett lagen und es plötzlich einen lauten Knall gab. Ein aufgeschreckter Blick aus dem Fenster, da tat sich in der Wiese vor dem Haus ein kleiner Krater mit Eisbrocken auf.

Eisbrocken fällt in Eichstätt vom Himmel: Ehepaar beinahe im Schlaf erschlagen

„Fünf Meter weiter, und der Brocken wäre durchs Dach geschlagen und hätte uns im Schlaf erschlagen“, berichtet Bergér dem Münchner Merkur. Der Einschlag war so heftig, dass Erdbrocken aus dem Rasen auf die Hauswand spritzten. „Bis in den zweiten Stock hinauf“, so Bergér, der mit seiner Frau ein kleines Museum mit Versteinerungen aus den Steinbrüchen der Gegend betreibt.

Der Eichstätter holte ein Metermaß und stellte fest: 1,20 Meter Durchmesser hat der Krater in seinem Garten. Woher der Brocken kam: „Ich denke, das Eis stammt von einem Flugzeug.“ Aus der Bordtoilette könne er aber nicht stammen. „Dagegen spricht ja die Farbe des Eises.“ Das Umweltamt des Landkreises wurde eingeschaltet, und bevor das Eis schmolz und versickerte, nahm Bergér einen Brocken und steckte ihn zur Aufbewahrung in die Tiefkühltruhe.

Eisklotz aus heiterem Himmel: Luftfahrbundesamt reagiert nicht

Eine Nachfrage beim Luftfahrtbundesamt über die mögliche Herkunft des rätselhaften Eisklotzes bleibt unbeantwortet. Immerhin klärt ein Merkblatt auf dessen Homepage auf: Eisklumpen könnten durch undichte Anschlussventile der Wasserleitungen im Flugzeug entstehen, wenn sich außen am Flieger Tröpfchen bilden, die nach und nach zu einem größeren Klotz verschmelzen und dann in tieferen Lagen abfallen.

„Da es sich bei einem solchen Ereignis nicht um einen Flugunfall oder um eine Flugbetriebsstörung handelt, haben die Luftfahrtbehörden Luftfahrt-Bundesamt und/oder Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hierbei keine Zuständigkeit oder Aufgaben und eine Meldung oder Anzeige ist bei der Polizei einzureichen.“

Da die Herkunft des Eisklotzes nicht völlig geklärt ist, nimmt der Eichstätter den Vorfall mit Humor
Georg Bergér lauert scherzhaft mit einem Käscher am Krater auf Außerirdische © Bergér

Bergér ist das alles zu mühsam: „Uns ist ja nichts passiert.“ Er nimmt die Sache mit Humor: „Vielleicht ist es ja auch ein außeridischer Eisklotz.“ Darum hat Bergér einen Hasenzaun um den Krater aufgestellt und sich schon mal mit einem Käscher positioniert: „Falls da ein Außerdirischer aus dem Eis schlüpfen sollte, habe ich ihn sofort gefangen.“ Das wäre dann eine neue Sensation fürs Privatmuseum.

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