Zum Jahresende

Lebertransplantationszentrum Erlangen soll schließen

Erlangen - Das Gesundheitsministerium hat der Uniklinik Erlangen zum Jahresende die Zulassung ihres Lebertransplantationszentrums entzogen. Nun entscheiden die Ärzte, ob sie vor Gericht ziehen.

Die Universitätsklinik in Erlangen prüft eine Klage gegen die Schließung ihres Lebertransplantationszentrums. Das Gesundheits- sowie das Wissenschaftsministerium hätten der Klinik die Zulassung zum Jahresende 2013 entzogen, teilte der Pressesprecher der Klinikums, Johannes Eissing, am Freitag mit und bestätigte damit einen Bericht der „Erlanger Nachrichten“.

Die beiden Ministerien hatten im Mai festgelegt, dass die Zentren in Erlangen sowie Rechts der Isar in München geschlossen werden. An diesem Montag wollen die Mitglieder des Klinikumsvorstandes in Erlangen entscheiden, ob sie gerichtlich gegen die Schließung vorgehen. Die Ministerien hatten die Entscheidung mit geringen Transplantationszahlen begründet.

Die Schließung des Erlanger Zentrums resultiert aus dem Ergebnis eines Prüfberichts. Nachdem Manipulationen am Klinikum Rechts der Isar bekanntgeworden waren, überprüften Experten alle fünf Lebertransplantationszentren in Bayern. Sie kamen zu dem Ergebnis, nicht nur das Transplantationszentrum in München zu schließen, sondern auch das in Erlangen. Erhalten bleiben die Zentren in München-Großhadern, Regensburg und Würzburg.

Eissing zufolge stieß der Bescheid auf Unverständnis. Nach seinen Angaben sei die Warteliste in Erlangen mit 52 Patienten die zweitgrößte in Bayern, seit der Eröffnung des Zentrums im Jahr 1992 seien 361 Lebern transplantiert worden. Auch im Klinikum Rechts der Isar ist der Zulassungsentzug eingegangen. Wie Pressesprecherin Tanja Schmidhofer mitteilte, wird die Einrichtung voraussichtlich aber keine rechtlichen Schritte einleiten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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