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Der Angeklagte wurde freigesprochen.

Erlanger Garagen-Mord muss neu verhandelt werden

Karlsruhe/Erlangen - Der Prozess um den Mord an einer jungen Frau in einer Erlanger Tiefgarage muss neu aufgerollt werden.

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Tiefgaragenmord: Angeklagter freigesprochen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hob am Dienstag das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth teilweise auf. Es hatte den Angeklagten vor einem Jahr vom Vorwurf des Mordes freigesprochen. Dafür verurteilte es den Mann zu vier Jahren Haft wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in zehn Fällen. Die BGH-Richter in Karlsruhe bestimmten, dass eine andere Strafkammer des Landgerichts neu über den Freispruch verhandeln muss.

Grund für den Freispruch war damals, dass es keine Zeugen für die Tat und - aus Sicht des Landgerichts - keine ausreichenden Beweise für seine Schuld gab. Keine Zweifel gab es dagegen an der Tatsache, dass der Familienvater seine Tochter mindestens vier Jahre lang immer wieder sexuell missbraucht hatte. Zudem setzte er das Mädchen als Arbeitssklavin ein.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem damals 45-Jährigen vorgeworfen, im März 1999 die 27 Jahre alte Patin seiner Tochter erstochen zu haben. Er habe damit verhindern wollen, dass sich das Mädchen der Arzthelferin anvertraut. Eine Arbeitskollegin hatte die blutüberströmte Frau damals in der Tiefgarage gefunden.

dpa

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