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Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson

Ermittlungen gegen Bischof Williamson

Regensburg - Fünf Monate nach Beginn der Ermittlungen in Regensburg gegen den Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson gibt es noch kein Ergebnis.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg warte weiter auf die Aussagen von zwei Journalisten eines schwedischen Fernsehsenders, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk. Ruckdäschel zufolge gibt es bislang keine Reaktion auf das Rechtshilfeersuchen an Schweden.

Williamson hatte in einem Interview die wahren Ausmaße des Holocausts und die Existenz von Gaskammern zur Nazi-Zeit bestritten. Auch seien nicht sechs Millionen Juden von den Nazis ermordet worden, sondern 200.000 bis 300.000, behauptete der britische Bischof der ultrakonservativen Pius-Bruderschaft.

Die Regensburger Ermittler wollen nun von einem Fernseh-Journalisten und dessen Kameramann wissen, ob Williamson tatsächlich darauf bestanden habe, dass das Interview mit ihm nur in Schweden gesendet werden darf. Williamson bestreitet, vorsätzlich gegen deutsches Recht verstoßen zu haben.

Sein Anwalt erklärte, dass Williamson davon ausging, dass das Anfang November in Zaitzkofen bei Regensburg aufgezeichnete Interview nur in Schweden gesendet werde. Dort ist die Leugnung des Holocaust nicht strafbar. Die Regensburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung seit Januar gegen Williamson.

dpa

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