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Erpressung mit Sexvideos: Zu Bewährungsstrafe verurteilt

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Ein 32 Jahre alter Mann ist am Dienstag vor dem Landgericht Regensburg wegen Erpressung zu elf Monaten Haft verurteilt worden, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. Dem Mann war laut Anklage vorgeworfen worden, seiner ehemaligen Geliebten mit dem Weiterreichen von Sexvideos gedroht und damit von ihr rund 56.000 Euro erpresst zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte das zunächst als besonders schwere räuberische Erpressung eingestuft.

Regensburg - In ihren Schlussvorträgen gingen sowohl die Anklägerin wie auch der Verteidiger von einer einfachen Erpressung aus, dem folgten die Richter. Sie sahen letztlich einen konkreten Fall als erwiesen an. Dabei ging es um die Übergabe von 9500 Euro.

Widersprüchliche und lückenhafte Aussagen der Frau hätten die Beweisführung schwierig gemacht, befanden die Richter. Was nicht bedeute, dass das Gericht davon ausgehe, dass die Frau gelogen habe. Die Vorwürfe hätten sich aber nicht zweifelsfrei nachweisen lassen. Die Staatsanwältin hatte eine zwölfmonatige Bewährungsstrafe gefordert, der Verteidiger auf neun Monate Haft zur Bewährung plädiert.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe in Teilen eingeräumt. Das sei ihm bei der Strafzumessung positiv angerechnet worden. Der Mann habe Reue gezeigt, so der Vorsitzende Richter. Über seinen Anwalt hatte der 32-Jährige vergangene Woche zugegeben, der Frau gedroht zu haben, Sexvideos an deren Familie zu schicken. Er behauptete aber auch, dass ihm seine Ex-Geliebte das Geld stets freiwillig gegeben habe. Die Geschädigte hatte ausgesagt, sie habe massive Angst vor dem Mann und den Drohungen gehabt und ihm deswegen immer wieder Geld gegeben. dpa

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