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Eisig kalt wird es die nächsten Tage. Dafür sorgt kalte Luft aus Skandinavien.

Flugausfälle und Eisregen in Bayern

Jetzt kommt der Kältehammer

München - Die kommenden Tage wird's in Oberbayern wieder knackig kalt. Größere Schneemassen sind allerdings nicht mehr zu erwarten. Nächstes Wochenende wird ein Traum für Wintersportler.

Der Schneefall in München und Umland lässt gerade etwas nach. In der Nacht zum Montag ist aber noch Einiges von der weißen Pracht gefallen. So liegt die Schneehöhe am Flughafen München derzeit bei "geschätzten 18 Zentimeter",  wie Diplom-Meteorologe Stefan Wietstock vom Online-Portal wetter.com auf Nachfrage mitteilt. Das bereitete dem Flughafen München am Montag einige Probleme: hier fielen im Laufe des Tages mehr als 180 Flüge aus.  Die Reisenden mussten auf spätere Flüge warten oder mit der Bahn fahren.

Auch der Nürnberger Flughafen war betroffen: „Wir haben keine Einschränkungen, aber wir haben aktuell acht Flüge, die gar nicht erst nach Nürnberg reinkommen“, sagte Flughafensprecher Reto Manitz. Dies seien Flüge von - und in der Folge dann auch nach - Frankfurt, München, Düsseldorf und Paris.

"In der Stadt München sind es um sieben Uhr morgens gemessene elf Zentimeter gewesen. Seither sind aber noch mal ein paar Zentimeter dazugekommen", so der Wetterredakteur.

So wird das Wetter in den nächsten Tagen

Altenstadt im Landkreis Weilheim kann derzeit mit rund 18 Zentimetern, Garmisch mit lediglich elf Zentimetern Schneehöhe aufwarten. "Das liegt an der Südströmung. Durch den Föhneffekt fällt an den Alpen weniger Schnee als in München." In Hohenpeissenberg liegen mittlerweile etwa 22, am großen Arber im Bayerischen Wald sind es ganze 95 Zentimeter. Spitzenreiter ist die Zugspitze mit zwei Meter fünfzig. "Das ist alles im Rahmen", weiß Wietstock. In Mitteleuropa gebe es regelmäßig wechselnde Perioden von kalter und warmer Luft. Die nächsten Tage sei dann mit Kälte aus Skandinavien zu rechnen. "Jetzt kommt der Kältehammer", sagt der Meteorologe der tagsüber mit Temperaturen von knapp unter Null, in der Nacht mit eisigen minus 13 bis minus 15 Grad rechnet. "Es wird richtig kalt. Aber der Schnee lässt nach und laut Radar müsste es aufhören zu schneien und sich dann fortsetzen." Ab Mitte der Woche sei Kälte mit etwas Sonnenschein zu erwarten. "Wir drücken die Wolken weg, so dass die Sonne durchkommt."

Der 16-Tage-Trend lässt etwas mildere Luft vom Atlantik her vermuten. "Wie es typisch ist. Es geht immer auf und ab", so der Meteorologe. Das nächste Wochenende schließlich dürfte optimale Bedingungen für alle begeisterten Wintersportler bereithalten..

Wer die Kälte aber satt hat, der kann sich beispielsweise auf nach Kreta machen. Auf der griechischen Insel werden derzeit frühlingshafte Temperaturen von über 20 Grad gemessen.

Von dem Eisregen, der in Nordbayern für zahlreiche Unfälle sorgte, blieb Oberbayern verschont, allerdings führten die teils starken Schneefälle während des morgendlichen Berufsverkehrs zu zahlreichen Unfällen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord krachte es rund 50 Mal. Stauungen auf den Autobahnen waren die Folge.

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Die Polizei verzeichnete gerade in den Morgenstunden von 5 Uhr bis 9.30 Uhr erhöhte Unfallzahlen. Dabei wurden sechs Menschen leicht verletzt. In den meisten Fällen entstanden glücklicherweise jedoch nur Sachschäden. Nach kleineren Unfällen kam es auf der BSB A 9 und der A 92 zu Behinderungen.

In Unterfranken hatte es bis zum frühen Vormittag mehr als 100 Verkehrsunfälle gegeben. Meist blieb es bei Blechschäden. Bei acht Unfällen wurden Menschen verletzt - die genaue Zahl der Verletzten war zunächst unklar.

In Niederbayern und der Oberpfalz registrierte die Polizei am Vormittag 45 Verkehrsunfälle wegen Glätte und Schnee. 13 Menschen wurden dabei verletzt. Meist blieb es bei Blechschäden. Außerdem behinderten liegengebliebene Lastwagen den Verkehr.

Nachdem es in der Nacht in Oberfranken viele Glatteisunfälle gegeben hatte, beruhigte sich die Lage im Laufe des Morgens. „Es sind zwar winterliche Straßenverhältnisse, aber alles ist relativ normal“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Während des Berufsverkehrs hatte ein Unfall am Vogtland-Dreieck der Autobahnen 9 und 72 bei Hof für Behinderungen gesorgt. Da ein Lastwagen gehoben werden musste, bildete sich ein 16 Kilometer langer Stau. Verletzt wurde niemand.

Ein schwerer Unfall ereignete sich im Landkreis Eichstätt. Ein 33-jähriger Mann war auf einer Kreisstraße bei Stammham von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

mm

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