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Erste Dauerausstellung seit Sanierungsbeginn

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Neue Dauerausstellung „Landwirtschaft und Ernährung“
Besucher und Journalisten gehen durch die erste neue Dauerausstellung. © Peter Kneffel/dpa

„Landwirtschaft und Ernährung“ heißt die erste Dauerausstellung, die das Deutsche Museum seit Sanierungsbeginn im Oktober 2015 fertiggestellt hat. Im Juli soll sie eröffnet werden. Doch was hat sich verändert - und wie hoch sind die Sanierungskosten inzwischen?

München - Von Traktoren und Almhütten: Das Deutsche Museum in München hat mit „Landwirtschaft und Ernährung“ die erste Dauerausstellung seit Beginn der Sanierungsarbeiten fertiggestellt. Anders als früher soll die Ausstellung nun vor allem die Verbindungen zwischen Landwirtschaft und Ernährung zeigen, wie Generaldirektor Wolfgang Heckl am Donnerstag sagte. Sprich: Sie soll vor allem zeigen, wie das Essen auf dem Tisch landet. Bei einer früheren Ausstellung des Museums zum Thema Landwirtschaft war es noch in erster Linie um die Technik gegangen.

Mit rund 200 Exponaten soll die Schau laut Heckl einen Einblick in die Versorgungsketten geben und globale Zusammenhänge aufzeigen. Darin würden die ungerechte Verteilung der weltweiten Lebensmittel ebenso thematisiert wie die ökologische und industrielle Landwirtschaft. Die Besucher sollen „Erlernen, Anfassen und Mitmachen“ können, wie Heckl sagte. Dafür gibt es auch drei Schaukästen mit Miniaturen, die bewegt werden können.

Im Juli werde die erste sanierte Museumshälfte feierlich eröffnet, teilte Gerrit Faust, Pressesprecher des Deutschen Museums, mit. Mit diesen Feierlichkeiten sei auch die Ausstellung „Landwirtschaft und Ernährung“ mit 18 weiteren Dauerausstellungen für Besucher betretbar.

„Die gemeinsame Investition von Bund und Freistaat ist ein Bekenntnis zum hohen Stellenwert der Marke „Deutsches Museum““, sagte der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU). Die Sanierung des Museums sei eine Stärkung der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Kosten der Sanierung des Museums seit Oktober 2015 belaufen sich dem Pressesprecher des Deutschen Museums zufolge auf 750 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der Steuerzahler hat rund 800 Millionen für die die Elbphilharmonie rausgerückt, die inzwischen sinnbildlich für Kostenexplosionen bei Kulturbauten steht. Und im Gegensatz zum Deutschen Museum wurde die nicht saniert, sondern komplett neu gebaut.

Die Sanierung des Deutschen Museums wird voraussichtlich im Jahr 2028 abgeschlossen sein. Damit wird das Projekt drei Jahre später fertig, als ursprünglich geplant - anvisiert war die Fertigstellung bereits zum hundertjährigen Bestehen im Jahr 2025.

Das Deutsche Museum München wurde 1903 gegründet und ist mit rund 66.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Es wird vom Freistaat Bayern, vom Bund und den Ländern gemeinschaftlich gefördert. dpa

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