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Manche Weißstörche tragen Flugrouten-Sender auf dem Rücken.

Der Herbst naht

Erste Weißstörche verlassen Bayern: Sender verfolgen Route

Hilpoltstein - Der Herbst kommt unaufhaltsam näher: Die ersten Störche verlassen den Freistaat und ziehen gen Süden. Tierfreunde können den Flug der Vögel erneut im Internet verfolgen.

Per Satellitensender verfolgen derzeit wieder Vogelforscher den Flug der Weißstörche in ihre Winterquartiere im Süden. Einige Tiere hätten Bayern bereits verlassen und lieferten neue Ergebnisse, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Mittwoch mit. Zehn junge Weißstörche seien in diesem Jahr mit einem Sender ausgestattet worden. Die Sender wiegen 57 Gramm. Das entspreche zwei Prozent des Eigengewichts der Tiere und werde vom Storch wie ein kleiner Rucksack getragen. Naturfreunde können die Flugrouten unter www.lbv.de/senderstoerche verfolgen.

Jungstörche flögen meist vor ihren Eltern los und schlössen sich durchziehenden Trupps an. Mittlerweile seien einzelne Tiere mit Sender schon am Bodensee oder in Tschechien.

Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell. Im vergangenen Jahr wurden in Süddeutschland rund 80 junge Störche mit Sendern ausgestattet, acht davon in Bayern.

In diesem Jahr wurden zehn Jungstörche mit den solarbetriebenen Sendern auf die Reise geschickt - sechs im Landkreis Bamberg und vier im Landkreis Pfaffenhofen. Die Sender können ein Storchenleben lang die exakten Aufenthaltsorte, Fluggeschwindigkeiten, Flughöhen und dreidimensionale Beschleunigungsdaten aufzeichnen. Mit diesen Daten können Gefahrenstellen wie nach oben geöffnete Wassertürme, Stromleitungen und Windparks gefunden und wichtige Rastplätze der Tiere geschützt werden.

dpa

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