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Dramatische Szenen spielten sich gestern auf der B 28 bei Senden ab. Eine 25-Jährige hatte einen Unfall zu spät gemerkt und konnte nicht mehr bremsen. Sie erfasst drei Ersthelfer, ein 48-jähriger Mann aus den Niederlanden kam ums Leben.

Unfall mit tragischen Folgen

Mann wollte bei Unfall helfen und wurde selbst überfahren

Senden - Ein Unfall in Schwaben hatte am Montag tragische Folgen. Ein Ersthelfer, der der verunglückten Frau aus dem Auto helfen wollte, wurde angefahren und getötet. Drei weitere Ersthelfer wurden schwer verletzt.

Etwa einen Kilometer vor der Ausfahrt Senden (Kreis Neu-Ulm) hat sich auf der Bundesstraße 28 am Montag ein Unfall mit dramatischen Folgen ereignet. Eine 51-jährige Autofahrerin verlor bei Starkregen die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie kam von der Straße ab, prallte gegen die Böschung und wurde zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Sofort hielten drei weitere Autos an, um der schwer Verletzten zu helfen.

Noch ist unklar, ob die Ersthelfer noch dazu gekommen sind, die Unfallstelle abzusichern. Eine 25-jährige Autofahrerin bemerkte die Situation zu spät und fuhr mit ihrem Wagen direkt in die Unfallstelle. Drei Ersthelfer wurden von dem Wagen erfasst. Ein 48-jähriger Mann aus den Niederlanden wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Seine Ehefrau war im Wagen sitzen geblieben und musste alles mitansehen. Sie erlitt einen Schock und wurde vom Kriseninterventionsteam betreut.

Auch die beiden anderen 44 und 52 Jahre alten Ersthelferinnen wurden schwer verletzt. Sie schweben jedoch nicht in Lebensgefahr. Sie wurden wie die schwer verletzte 51-Jährige ins Krankenhaus gebracht. Die 25-Jährige erlitt einen Schock, sie musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Die Bundesstraße war in Fahrtrichtung Ulm stundenlang gesperrt. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert.

Als die Polizei vor Ort den Unfall aufnahm, meldete sich ein Zeuge, der beobachtet hatte, wie eine Person über die Leitplanke gesprungen und in den Wald gerannt sei. Sofort begann die Suche nach dem Unbekannten. Zunächst war noch unklar, ob es sich um einen weiteren Verletzten handelte, oder ob Unfallflucht das Motiv gewesen sein könnte. Mehrere Einsatzkräfte suchten den Wald mit Polizeihunden ab. Kurze Zeit fanden sie den Mann. Es stellte sich heraus, dass er ebenfalls ein Ersthelfer war. Vermutlich ist er im Schock weggerannt.

kwo/lby

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