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Der Münchner Kardinal Reinhard Marx ist besorgt über die Entwicklung von Sozialen Netzwerken - er selbst nutzt keine.

Kirchenoberhaupt sieht große Gefahren

Kardinal Marx will neue Gesetze für Facebook & Co.

München - Kritische Auseinandersetzung mit sozialen Netzwerken fordert der Erzbischof von München und Freising. Reinhard Marx ist in den Communities nur auf Umwegen zu finden.

Medien sollten im Umgang mit den sozialen Netzwerken eine „Selbstverpflichtung“ abgeben, so Marx. Es müsse auch wieder stärker zwischen Nachricht und Meinung unterschieden werden, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Mittwochabend in München. Zudem seien verbindliche Vorgaben für die digitalen Medien notwendig. „Ohne institutionelle Rahmenordnung wird man hier nicht weitergehen können“.

Neben dem Vorzug der grenzüberschreitenden Kommunikation sei in den digitalen Medien jedoch die Gefahr sehr groß, „dass man sich vor allem dort platziert, wo man sich bestätigt fühlt“. So entstünden von einer vielfältigen Realität abgeschottete, virtuelle Gemeinschaften.

Bei seinem evangelischen Kollegen könnte Marx Social Media lernen

Reinhard Marx selbst ist weder auf Facebook noch auf Twitter vertreten, nur sein Erzbistum München und Freising hat eine Fanpage. Im Kontext von Sozialen Netzwerken kam sein Name bisher nur vor, weil ein Fake-Account unter seinem Namen auf Twitter den Tod von Papst Benedikt verkündet hatte.

Im Gegensatz dazu ist Marx evangelisches Äquivalent Heinrich Bedford-Strohm sehr aktiv in sozialen Netzwerken. Unter @Landesbischof nutzt Bedford-Strom Twitter, Facebook und auch Youtube sehr häufig - etwa zu Weihnachten.

Und weil Bedford-Strom und Marx die Spitzen ihrer jeweiligen Kirchen in Deutschland bilden, kommt auf diesem Wege auch Reinhard Marx in die Timelines der Facebooknutzer.

dpa

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