Erzieherin soll Heimkinder bestohlen haben

Passau - Sie soll das Taschengeld der ihr anvertrauten behinderten Heimkinder selbst behalten haben. Am Freitag muss sich die 46-Jährige wegen Untreue vor dem Passauer Landgericht verantworten.

Nach Angaben des Gerichts geht die Staatsanwaltschaft von einem Gesamtschaden von rund 210 000 Euro aus. In rund 500 Fällen wird die Heimmitarbeiterin der Untreue beschuldigt. Für den Prozess hat die Strafkammer zunächst sechs Verhandlungstage bis Mitte Mai eingeplant, voraussichtlich wird das Verfahren aber noch länger dauern. Die 46-Jährige aus Niederbayern sitzt wegen der Vorwürfe seit rund zehn Monaten in Untersuchungshaft.

Die Angeklagte war zunächst Leiterin eines kirchlichen Jugendbüros in Ruhstorf (Landkreis Passau). Dort soll sie von April 2006 bis September 2007 die Kasse manipuliert und in vielen Fällen Geld für sich abgezweigt haben. Der Träger sei um mehr als 180 000 Euro geschädigt worden. Danach war die Frau Erzieherin in einer Einrichtung für betreutes Wohnen in Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn). Dort sollte sie das den Jugendlichen monatlich zustehende Geld auszahlen. Wiederum soll die Frau das Geld zwar verbucht, aber an die betreuten Bewohner nicht ausgezahlt, sondern in die eigene Tasche gesteckt haben.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde der Mitarbeiterin fristlos gekündigt. Im Fall des Wohnheims soll der Schaden etwa 30.000 Euro betragen.

dpa

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