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Bedford-Strohm

Evangelische Kirche stimmt Feiertags-Lockerung zu

München – Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern stimmt einer Lockerung des Schutzes der stillen Feiertage zu.

Nach Abwägung aller Argumente kam der Landeskirchenrat in seiner Stellungnahme an die Staatsregierung zum Ergebnis, dass die Sperrzeit an diesen Tagen von 0 auf 2 Uhr verschoben werden könne, „wenn das dem Schutz der stillen Tage selbst dient“. Das teilte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am Montag auf seiner Facebook-Seite mit. Diese Uhrzeit sei allerdings als „absolute Grenze“ zu verstehen und müsse „einen Schlusspunkt“ unter die Diskussionen über weitere Lockerungen setzen.

Eigentliches Anliegen der Kirchen müsse nun sein, die Bedeutung der stillen Tage selbst wieder vor allem jungen Menschen ins Bewusstsein zu rufen, schreibt Bedford-Strohm. Die Kirchen sollten dafür werben, „diese Zeit nicht nur aus Gesetzesgehorsam, sondern aus innerer Bejahung zu achten“. Gerade angesichts einer zunehmenden Ökonomisierung des Alltags bedürfe es „dringend verlässlicher gemeinsamer Zeiten der Regeneration und Besinnung“.

Nach einem Gesetzentwurf der Staatsregierung soll künftig in ausgewählte stille Feiertage hinein bis 2 Uhr morgens getanzt werden dürfen. Betroffen wären Aschermittwoch, Gründonnerstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag sowie der Buß- und Bettag.

kna

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