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Die frühere Ehefrau von Gustl Mollath, die die Ermittlungen gegen ihn in Gang gebracht hatte, ist an Krebs gestorben.

Sie erlag ihrem Leiden

Ex-Ehefrau von Gustl Mollath gestorben

Die frühere Ehefrau von Gustl Mollath ist tot. Die 56-Jährige sei am 4. Mai gestorben, teilte ihr Ehemann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Nürnberg – Mollaths Frau sei einem schweren Krebsleiden erlegen. Zuvor hatte der „Nordbayerische Kurier“ über den Tod berichtet. Die früher mit Mollath verheiratete Nürnbergerin hatte 2002 Ermittlungen gegen ihren damaligen Mann in Gang gebracht. Sie hatte ihm Körperverletzung vorgeworfen.

Zwar sprach das Landgericht Nürnberg-Fürth Mollath davon 2006 wegen Schuldunfähigkeit frei. Da ihm aber Gutachter – in Mollaths Augen zu Unrecht – Wahnvorstellungen und Gemeingefährlichkeit attestierten, wurde er gegen seinen Willen in die Psychiatrie eingewiesen. Erst 2013 kam er frei. Mollath zählt heute zu den bekanntesten Justizopfern der deutschen Geschichte.

Denn 2014 war er in einem aufsehenerregenden Wiederaufnahmeverfahren vom Vorwurf der Körperverletzung seiner Ex-Frau freigesprochen worden. Das Regensburger Gericht war aber zu der Überzeugung gelangt, dass er seine Frau misshandelt hat. Da er das nicht auf sich sitzen lassen wollte, war Mollath bis zum Bundesgerichtshof gezogen. Der lehnte im Dezember 2015 aber seinen Revisionsantrag ab.

dpa

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