Ex-Frau erstochen und geschändet: Mann (39) vor Gericht

Nürnberg - Mit einem Küchenmesser soll er seine Ex- Frau erstochen und die Tote anschließend geschändet haben.

Ein 39 Jahre alter Lagerverwalter muss sich deshalb seit Donnerstag vor dem Schwurgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Zum Auftakt des Mordprozesses legte der Angeklagte ein Teilgeständnis ab. Er ließ durch seinen Anwalt erklären, dass er die Mutter dreier Kinder am 7. Juli 2008 getötet habe: “Er bedauert das Geschehene und würde alles darum geben, dieses wieder rückgängig zu machen“, sagte der Verteidiger. Zu dem Vorwurf, dass er sich an der Toten vergangen habe, machte der angeklagte Türke keine Angaben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Lagerverwalter seine Ex-Frau damals in deren Wohnung aufsuchte, weil sie sich weigerte, nochmals mit ihm eine Beziehung einzugehen. Die beiden waren bereits seit rund sechs Jahren geschieden. Sieben Mal soll er mit einem 13 Zentimeter langen Messer auf die 38-jährige Frau eingestochen haben, zwei Stiche trafen das Herz - das Opfer verblutete. Anschließend soll er die Leiche geschändet haben. Zwei Tage später wurde der Mann festgenommen.

Noch am Tag der Tat soll sich der Angeklagte bei einer Autofahrt einer Bekannten offenbart haben. Die 45 Jahre alte Zeugin sagte vor Gericht aus, dass sie die Bemerkung aber gar nicht ernstgenommen habe. “Ich habe ihm gesagt, damit macht man keinen Spaß“, sagte die Frau. Der Vorsitzende Richter, Richard Caspar, kritisierte das Verhalten der Zeugin und erklärte, ein “vernünftiger Mensch“ hätte sich damals direkt an die Polizei gewandt. Der Richter bezeichnete es zudem als seltsam, dass sich die Frau in ihren Aussagen häufig widerspreche.

Polizisten hatten die Leiche der 38-jährigen Frau einen Tag nach der Tat im Kinderzimmer der Wohnung entdeckt, das Messer lag auf dem Schreibtisch. Ein Polizist erklärte vor Gericht, ein anonymer Anrufer habe sich damals bei ihm gemeldet. “Ich konnte die Worte “Wohnung“ und “tote Frau“ verstehen“, sagte der Beamte. Auch die genaue Straße habe der Anrufer nennen können. Ob es sich bei dem Anrufer um den Angeklagten handelte, ist noch ungeklärt.

dpa

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