Ex-Freundin mit Beil erschlagen - lebenslänglich für Täter

Traunstein - Ein Mann ist am Mittwoch zum zweiten Mal wegen Mordes an seiner Ex-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sah es im Revisionsverfahren als erwiesen an, dass der 44-Jährige im April 2007 nahe Altötting seine frühere Lebensgefährtin mit einem Beil erschlug.

Das Gericht hatte den Mann bereits einmal zu lebenslänglich verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob das Urteil aber auf und verwies das Verfahren zur Neuverhandlung an eine andere Strafkammer in Traunstein zurück. Auch die 1. Strafkammer kam nun zu dem Urteil, dass der 44-Jährige sein Opfer aus Heimtücke ermordete. Der Verteidiger kündigte an, erneut in Revision zu gehen.

Das Paar hatte sich im Frühjahr 2006 kennengelernt und war eine Beziehung eingegangen. Die geschiedene Frau zog mit ihren drei Söhnen von Tirschenreuth in der Oberpfalz ins oberbayerische Haiming. Doch schon bald kühlte das Verhältnis ab. Die Frau lernte andere Männer kennen, mit denen sie intim wurde. Schließlich trennte sich die Frau von ihrem Freund, der dies aber nicht wahrhaben wollte.

Als der heute 44-Jährige sich im April 2007 bei einem Treffen erneut eine Abfuhr bei seiner “Ex“ holte, beschloss er nach Überzeugung des Gerichts, die Frau umzubringen. Dazu baute er sich ein Drosselwerkzeug, eine sogenannte Garotte. Am 23. April verabredete er sich in der Wohnung des Opfers. Im Wohnzimmer packte er die Frau, würgte sie und rang sie zu Boden. Die geplante tödliche Attacke mit der Garotte misslang, so dass der Angeklagte die Frau mit einem Beil erschlug.

dpa

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