Ex-Freundin mit Hammer getötet: 36-Jähriger wegen Mordes angeklagt

Nürnberg - Wegen Mordes hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen 36 Jahre alten Zeitsoldaten angeklagt. Der aus Nürnberg stammende Mann stehe im Verdacht, Ende März 2008 seine Ex-Freundin und Mutter eines gemeinsamen Kindes mit mehreren Hammerhieben erschlagen zu haben, teilte die Anklagebehörde am Montag mit.

Der inzwischen in der Nähe von Köln lebende Bundeswehrangehörige habe damit seinem Ärger über die seiner Ansicht nach unangemessen hohen Unterhaltszahlungen für sein drei Jahre altes Kind Luft gemacht. Da der 36-Jährige nicht hinreichend Unterhalt gezahlt hatte, war er von dem zuständigen Jugendamt gerichtlich in die Pflicht genommen worden.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte der 36-Jährige am 25. März 2008 seine frühere Partnerin in Nürnberg besucht. Dabei war das Gespräch auch auf seine finanzielle Situation gekommen. Über das mangelnde Verständnis seiner Ex-Freundin für seine Lage hatte er sich laut Anklage derart geärgert, dass er ihr in einem unbeobachteten Augenblick mehrfach mit einem mitgebrachten Hammer auf den Kopf schlug. Sein Opfer wurde dadurch so schwer verletzt, dass es noch am Tatort starb. Dabei habe der 36-Jährige die Arglosigkeit der Frau brutal ausgenutzt. Die Tat sei daher als Mord - und zwar aus niedrigem Beweggrund - einzustufen. Die Staatsanwaltschaft will insgesamt 23 Zeugen und vier Sachverständige aufbieten.

dpa

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