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Der südafrikanische Musiker Vusi Mahlasela spielte im Rahmen der Eröffnung des Africa-Festivals in Würzburg.

Exotik und ein wenig Politik beim Africa-Festival

Würzburg - Das Africa-Festival in Würzburg hat am Pfingstwochenende wieder Zehntausende Fans afrikanischer Kultur und Musik auf die Mainwiesen gelockt.

Bei meist strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel schoben sich bis zum Montagmittag insgesamt mehr als 90 000 Menschen zwischen den rund 150 Basarständen und Nomadenzelten hindurch. Die fremde Kultur aus dem Süden machte neugierig. So war etwa das Tuareg-Nomadenlager fast durchgängig überfüllt. Als Highlight für die Kinder erwiesen sich die Djembé- Trommeln, hergestellt mit Holz aus Burkina-Faso. Jugendliche und Erwachsene genossen an den Konzertabenden die ausgelassene Stimmung in den Festivalzelten.

Bis zum Abend des letzten Festivaltages erwartete Veranstaltungssprecher Christian Raith mehr als 100 000 Menschen auf dem Gelände unterhalb der Weinberge. Ein Schwerpunkt des diesjährigen Africa-Festivals war die in wenigen Wochen beginnende Fußball- Weltmeisterschaft in Südafrika. “Wir beenden noch die letzten Projekte wie den Straßenbau“, sagte die Ministerin für Kunst und Kultur der Republik Südafrika, Lulu Xingwana. Zugleich versprach sie, dass kein Besucher Angst um seine Sicherheit haben müsse. Beim Sicherheits- und Katastrophenmanagement habe man sich an der WM vor vier Jahren in Deutschland orientiert. “Wir haben von Ihrer Präzision gelernt.“

Neben Musik und Folklore wurden bei dem Festival deutlicher als bisher auch die Probleme Afrikas angesprochen. Ob Bürgerkrieg, Diktatur, Aids oder Hunger - in vielen Ländern des Kontinents müssen die Menschen leiden und fühlen sich von der Staatengemeinschaft im Stich gelassen. In verschiedenen Zelten konnten sich die Besucher mit diesen Themen beschäftigen.

Der in seinem Heimatland Senegal politische engagierte Musiker Youssou N'Dour kritisierte am Pfingstmontag die Korruption in Afrika. Zu viele Entwicklungsgelder verschwänden, deshalb seien die Geberländer gefragt. “Wenn man Hilfe zahlt, muss man sich darum kümmern, dass sie auch dort ankommt, wo sie soll.“ Mit Blick auf die Fußball-WM sagte er: “Ich bitte Deutschland darum, die Entschuldigung des ganzen ghanaischen Volkes anzunehmen.“ Der Sänger spielte damit auf den verletzten Kapitän der deutschen Fußball-Elf, Michael Ballack, an. Der kann wegen eines Fouls durch Kevin-Prince Boateng aus Ghana nicht bei der WM spielen.

dpa

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