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Zur umstrittenen Sanierung des früheren NS-Reichsparteitagsgeländes veranstaltet Nürnberg eine Expertentagung.

Tagung in Nürnberg

NS-Reichparteitagsgelände: Wie geht es weiter?

Nürnberg - Das frühere NS-Reichsparteitagsgelände soll als "authentischer Lernort" erhalten werden. Dazu soll es nun eine Tagung geben, bei der sich Bürger beteiligen können.

Zur umstrittenen Sanierung des früheren NS-Reichsparteitagsgeländes veranstaltet Nürnberg eine Expertentagung. Für das Fachsymposium vom 16. bis 18. Oktober mit dem Titel „Erhalten! Wozu? Perspektiven für Zeppelintribüne/-feld und das ehemalige Reichsparteitagsgelände“ hätten bereits renommierte Fachleute zugesagt, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Die Kommune will das Gelände als „authentischen Lernort“ erhalten, damit auch künftige Generationen die Chance zur Auseinandersetzung mit den Bauwerken der NS-Zeit haben. Einen Wiederaufbau oder einen bewussten Verfall hatte der Stadtrat ausgeschlossen.

Freier Eintritt zur Tagung

Bei dem Symposium soll es um die Themen Denkmalpflege, Kunst, Bildungsarbeit sowie Erinnerungskultur gehen. Die Tagung findet bei freiem Eintritt im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände statt. Danach sollen die Bürger an der Diskussion beteiligt werden. Alle Anregungen und Erkenntnisse fließen dann in ein Nutzungs- und Vermittlungskonzept ein, das 2016 vorgestellt werden soll. Dann sollen auch die Kosten für den Gesamterhalt feststehen. Frühere Kostenschätzungen gingen von 60 bis 75 Millionen Euro aus.

Anfang April starten die Probearbeiten zum Erhalt des Geländes. An Teilen von Zeppelintribüne und -feld werden verschiedene Methoden getestet, wie sich das Propaganda-Bauwerk am besten vor Regen und Frost schützen lässt. Die vor rund 80 Jahren fertiggestellte Anlage verfällt immer mehr. Teile sind aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt. Diktator Adolf Hitler hatte Zeppelinfeld und -tribüne für die Propaganda-Aufmärsche der NSDAP genutzt.

dpa

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