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Explosion am Tegernsee - Haus von Feuerwehr und BRK brennt

Bad Wiessee - In einer Rettungswache am Tegernsee hat sich eine gewaltige Explosion ereignet. Dabei wurden am Montag zwei Männer schwer verletzt, neun Feuerwehrmänner erlitten leichte Rauchvergiftungen.

Zur Ursache der Detonation lagen zunächst keine Erkenntnisse vor. Allerdings berichteten Polizei und Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) von Schweißarbeiten in dem Gebäude. Die Wache befindet sich in Nachbarschaft zur Polizeiinspektion. Es entstand Millionenschaden.

Nach den Ermittlungen hatte es gegen 13.50 Uhr eine oder mehrere Detonationen in dem Gebäude gegeben, in dem Feuerwehr und BRK untergebracht sind. BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk bestätigte, dass vor der Explosion in dem Katastrophenschutzzentrum Schweißarbeiten an einem Boot der Wasserwacht vorgenommen worden seien. Anwohner wollen einen lauten Knall gehört haben.

Die beiden Opfer im Alter von 34 und 42 Jahren erlitten bei der Detonation schwere Verbrennungen. Sie wurden nach den Polizeiangaben in Kliniken geflogen.

Das Gebäude brannte lichterloh. Ein Großaufgebot an Rettungskräften aus dem gesamten Landkreis Miesbach eilte zur Unfallstelle. Die Feuerwehr von Bad Wiessee selbst konnte zunächst nicht eingreifen. Das Feuer wurde erst rund zwei Stunden nach Ausbruch unter Kontrolle gebracht.

Neben der Feuerwehr ist in dem Gebäude keine übliche Rettungswache untergebracht, sondern ein Katastrophenschutzzentrum - nach den Worten von Stärk eines der modernsten in Bayern. Bei den beiden Schwerverletzten handelt es sich nach den Angaben um einen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Wasserwacht und einen Arbeiter, der nicht zum BRK gehört. Beide seien außer Lebensgefahr.

Laut Polizei beträgt der Schaden mindestens eine Million Euro. Der BRK-Geschäftsführer ergänzte, dass der gesamte Fahrzeugbestand der Rettungsorganisation in Bad Wiessee bei dem Feuer vernichtet worden sei. Die Kripo nahm Ermittlungen zur Ursache von Explosion und Brand auf. In das Gebäude können Beamte aber erst gehen, nachdem ein Statiker geprüft hat, ob es einsturzgefährdet ist.

Alle aktuellen Informationen run dum den Vorfall finden Sie in unserem Live-Ticker auf Merkur.de.

dpa/lby/Video: snacktv

Rubriklistenbild: © dpa

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