Missglücktes Experiment

Explosion im Physikunterricht: Lehrer und sieben Schüler verletzt

Augsburg - Das ging gewaltig schief: Ein Experiment im Physikunterricht an einer Augsburger Schule endete mit einer Explosion. Der Lehrer und mehrere Schüler mussten verletzt ins Krankenhaus.

Er wollte demonstrieren, wie ein Verbrennungsmotor funktioniert - doch das Experiment misslang gewaltig. Mit einem lauten Knall und einer gewaltigen Explosion endete der Lehrversuch eines Physiklehrers an einer Augsburger Schule - die Lehrkraft und sieben Schüler der neunten Klasse mussten am Mittwoch verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Die vorsorglich behandelten Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren konnten das Klinikum schon am Nachmittag wieder verlassen, der Lehrer hingegen kam nicht so glimpflich davon: Er musste wegen tiefer Schnittwunden an der Hand operiert werden.

Mit einer selbst gefertigten Vorrichtung wollte der Lehrer den Schülern die Funktionsweise eines Verbrennungsmotors näher bringen. Er füllte Benzin in ein Abwasserrohr aus Plastik, verschloss das Rohr und entzündete das Benzin von außen durch eine kleine Öffnung.

Der Plan war: Die kleine Explosion sollte den Deckel nach oben vom Rohr stoßen - stattdessen flog das ganze Rohr in die Luft und die Plastikteile schossen durch das Klassenzimmer. Die getroffenen Schüler erlitten überwiegend oberflächliche Hautwunden und von dem ohrenbetäubenden Geräusch außerdem ein Knalltrauma.

Claus Appel, stellvertretender Leiter des Schulamtes, betonte gegenüber der Augsburger Allgemeinen, dass der Lehrer sehr erfahren gewesen sei und in seinem Gebiet sogar als Fachberater tätig war. Auch ein Schüler nahm seinen Lehrer in Schutz. Er sagte, dass der Deckel einen Sprung gehabt habe und sich deswegen mit dem Rohr verhakt habe. So habe der Druck nicht entweichen können, weshalb die ganze Konstruktion explodiert sei.

Die Polizei ermittelt, ob ein Fahrlässigkeitsdelikt vorliegen könnte.

dg 

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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