Extremes Pflanzenwachstum in Stausee sorgt für Ärger

Marklkofen/Landshut - In Niederbayern sorgt ein ungewöhnlich starkes Wachstum von Wasserpflanzen im Vilstalsee für Ärger bei Wassersportlern.

Auf dem 100 Hektar großen Stausee bei Marklkofen (Landkreis Dingolfing-Landau) hätten sich heuer rund zehn verschiedene Wasserpflanzen extrem vermehrt, sagte Matthias Esser vom Landshuter Wasserwirtschaftsamt am Mittwoch. Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks haben zwei Segelclubs ihre Boote wegen des dichten Bewuchses an Land geholt, eine Segelmeisterschaft sei abgesagt worden.

Esser nannte das Wachstum ein "Phänomen", das allerdings an Seen nicht ganz ungewöhnlich sei. Das Wachstum trete häufig in Zyklen auf. Bereits im vergangenen Jahr sei verstärkte Pflanzenbildung am Vilstalsee bemerkt worden. Die starke Vermehrung in diesem Jahr hat die Experten dennoch überrascht. "Es lässt sich nicht erklären, warum das jetzt auftritt", sagte er.

Esser kann den Ärger von Badegästen, Surfern und Seglern verstehen. "Die Freizeitnutzung ist stark eingeschränkt", sagt er. Der Forderung, den Wildwuchs mit einem speziellen Mähboot zu bekämpfen, hat die Wasserbehörde aber eine Absage erteilt. Das Mähen der Wasserpflanzen würde 100 bis 150 Tage dauern und mehr als 100.000 Euro kosten, sagt Esser. Im September würden die Wasserpflanzen ohnehin absterben. Ob sich das Naturphänomen dann im kommenden Jahr wiederhole, könne noch nicht gesagt werden.

dpa

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