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Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), sieht im Fachkräftemangel „das größte Problem der bayerischen Wirtschaft“.

Wohl 17 Milliarden Euro Einbußen

Fachkräftemangel: „Das größte Problem der bayerischen Wirtschaft“

München - „Der Fachkräftemangel bremst die bayerische Wirtschaft massiv“, sagt Peter Driessen, Chef des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

In Bayern werden nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern am Jahresende 227 000 Fachkräfte fehlen - gut 70 000 mehr als Ende 2016. „Der Fachkräftemangel ist aktuell das größte Problem der bayerischen Wirtschaft“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Peter Driessen, am Montag in München. Mittlerweile blieben rund fünf Prozent aller im Freistaat angebotenen Arbeitsplätze für qualifizierte Arbeitskräfte unbesetzt.

Die Kammern schätzen die volkswirtschaftlichen Einbußen auf 17 Milliarden Euro, weil viele Firmen inzwischen Aufträge nicht mehr annehmen könnten oder verschieben müssten. „Der Fachkräftemangel bremst die bayerische Wirtschaft massiv“, sagte Driessen.

Zu wenig Verfahrenstechniker, Konstrukteure und Industriemeister

Gesucht werden laut BIHK in erster Linie keine Akademiker, es fehlen vor allem Verfahrenstechniker, Konstrukteure und Industriemeister. 50 Prozent der Betriebe sähen die Personalengpässe als Risiko für ihr Geschäft. Die meisten Fachkräfte fehlen demnach in Oberbayern, wo es für 89 000 Stellen derzeit keine geeigneten Kandidaten gibt.

Entspannung ist nach Einschätzung der Kammern nicht in Sicht, im Gegenteil. Bis 2030 würden in Bayern wegen des demografischen Wandels 451 000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.

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