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Polizeichef Alois Mannichl bei seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in Passau (19.12.2008).

Fahndung ohne heiße Spur nach Mannichl-Attentäter

Passau - Die Suche nach dem Attentäter im Fall des Passauer Polizeichefs Alois Mannichl ist auch in der Weihnachtsnacht ohne Erfolg geblieben.

Nach der Veröffentlichung von zwei neuen Phantombildern seien bislang keine bedeutsamen Hinweise auf die Gesuchten aus der vermutlich rechtsradikalen Szene eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Fahndung der 50-köpfigen Sonderkommission laufe aber auch ohne heiße Spuren auf Hochtouren. Die Polizei fahndet nach einer Gruppe von fünf Personen. Zuvor waren insgesamt vier Festgenommene, darunter ein Paar aus München, wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Die jetzt gesuchte Gruppe soll am Tag des Anschlags auf den Polizeipräsidenten in dessen Wohnort Fürstenzell am dortigen Friedhof und in einer Straße gesehen worden sein und könnte mit der Tat etwas zu tun haben. Die beiden Phantombilder zeigen eine unbekannte Frau mit zerzausten Haaren sowie einen Mann mit einer schwarzen "Hahnenkamm-Frisur" und vier Ringen im rechten Ohr.

Mannichl war am 13. Dezember von einem mutmaßlichen Neonazi bei einer Messerattacke vor seinem Haus lebensgefährlich verletzt worden. Nach sechs Tagen hatte er das Krankenhaus wieder verlassen können und angekündigt, weiter gegen die rechte Szene vorzugehen. Der Polizeipräsident war in der Vergangenheit immer wieder gegen Neonazi-Versammlungen eingeschritten. Deshalb wird vermutet, dass es sich bei dem Angriff um den Racheakt eines Rechtsextremisten handelt.

dpa

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