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Wer sich beim Schaffner sofort meldet, kann zukünftig wieder Fahrkarten im Zug lösen.

Fahrkarten-Service: Bahn gibt nach

München - Ein Ticket-Kauf ist im Zug ist wieder möglich - der Kunde muss sich aber sofort beim Schaffner melden.

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit muss die Deutsche Bahn Einschränkungen beim Service zurücknehmen. Nachdem der Bedienzuschlag am Schalter nach massiven Protesten gar nicht erst in Kraft getreten ist, wird in Bayern nach eineinhalb Jahren der Fahrkarten-Verkauf in Nahverkehrs-Zügen ab sofort wieder erlaubt.

Damit soll Fahrgästen geholfen werden, die ihren Zug erst unmittelbar vor der Abfahrt erreichen und keine Möglichkeit mehr haben, ihr Ticket am Schalter oder Automaten zu erwerben.

"Der Kunde muss aber bereits vor Abfahrt des Zuges von sich aus am Bahnsteig den Zugbegleiter informieren", sagt Bahn-Sprecher Franz Lindemair. "Dann erhält er gegen einen Bordpreis-Aufschlag von drei Euro eine Fahrkarte."

Seit April 2007 war das Nachlösen im Zug grundsätzlich verboten. Es gab aber eine Reihe von Ausnahme-Regelungen. So durften die Schaffner Tickets ausstellen, wenn es an einem Bahnhof keinen Automaten oder Schalter gibt oder der Automat nach Aussagen mehrerer Fahrgäste defekt ist. Das soll auch weiter gelten.

Wenn ein Kunde argumentierte, er habe den Automaten nicht bedienen können oder sein Geldschein wurde nicht akzeptiert, musste er sich direkt an den Kundenbetreuer wenden und bekam ebenfalls ein Ticket ohne Aufpreis - allerdings nur nach Angabe der Personalien. Wer nur Ausreden auftischte und wiederholt auffiel, musste dann eine Nachlösegebühr von 40 Euro bezahlen.

"Es ist gut, dass sich Nachlöser jetzt nicht mehr als Schwarzfahrer fühlen müssen", sagt Norbert Moy vom Fahrgastverband Pro Bahn. "Das ist eine positive Meldung." Und die Regel sollte ja sein, dass ein Fahrgast regulär ein Ticket kaufe.

dix/bo

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