Fahrplanwechsel: Neue Strecken - kürzere Fahrzeiten

Bamberg/Kempten - Im Allgäu verspricht die Bahn kürzere Fahrzeiten in schnellen Zügen mit Neigetechnik, in Nordbayern rollt erstmals der “Franken-Thüringen-Express“ - allerdings mit Problemen.

Gute Nachrichten für Bahnreisende in Schwaben: Von diesem Sonntag an können sie auf der Strecke von Augsburg über Kempten nach Lindau und Oberstdorf Zeit sparen. Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) startet mit dem Fahrplanwechsel die sogenannte Neigetechnik im Allgäu. In weniger als einer Stunde sollen diese Züge, die bis zu 160 Stundenkilometer schnell fahren können, die Strecke von Augsburg nach Kempten zurücklegen - die Fahrzeit verkürzt sich somit um etwa 15 Minuten. Zwischen Kempten und Lindau sparen Bahnreisende künftig 10 Minuten ein. Die Beschleunigung ergibt sich dadurch, dass die Züge in Kurven nicht mehr langsamer fahren müssen.

In Nordbayern rollt zum Fahrplanwechsel erstmals der “Franken-Thüringen-Express“. Allerdings ist der Start des Angebots holprig: Wegen der verspäteten Auslieferung der neuen Triebzüge von Bombardier greift zunächst ein Ersatzkonzept. Im Regionalexpress-Verkehr zwischen Nürnberg und Sonneberg in Thüringen setze man vorerst weiterhin Doppelstock-Züge ein, teilte die Bahn mit. Auch auf der ursprünglich als durchgehend geplanten Fahrt im Zwei-Stunden-Takt von Nürnberg nach Jena müssen sich die Reisenden noch auf Schwierigkeiten einstellen. Denn in Lichtenfels müssten die Fahrgäste vorerst noch umsteigen, heißt es bei der Bahn.

Für den Regionalverkehr auf den Strecken von Nürnberg über Bamberg nach Würzburg beziehungsweise von Nürnberg nach Sonneberg oder Jena hatte DB Regio 22 Neufahrzeuge bestellt.

Insgesamt verspricht sich die Bahn vom “Franken-Thüringen-Express“ eine Fahrzeit von unter drei Stunden zwischen Nürnberg und Jena. Von dort aus hätten Fahrgäste die Möglichkeit, per ICE schnell weiter nach Berlin zu gelangen.

Das Projekt “Neigetechnik Allgäu“ ist bereits seit Mitte der 90er Jahre im Gespräch. Beim Streckenausbau gab es jedoch immer wieder Verzögerungen. Die Neigetechnik-Züge, die bislang schon in der Region unterwegs waren, konnten daher ihre technischen Vorteile nicht ausnutzen. Nun sollen sich die Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro in die Infrastruktur auszahlen, teilte die Bahn mit.

Ein Jahr nach der Erweiterung des Nürnberger S-Bahn-Netzes verspricht die Bahn den Pendlern pünktlichere Züge vor allem auf der Linie S1, die zwischen Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) und Bamberg verkehrt. Die Strecke zwischen Nürnberg und Fürth sei inzwischen viergleisig ausgebaut, betonte die Bahn. Doch auch hier fehlen noch bestellte neue Züge. “Wenn dann auch noch die neuen S-Bahn-Züge vom Hersteller übernommen werden können, dann fährt die Nürnberger S-Bahn so, wie wir und unsere Fahrgäste es sich vorgestellt haben“, sagte DB-Regio-Chef Norbert Klimt laut Mitteilung.

dpa

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