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Dieses Foto wurde auf der Website des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Kreisverband Augsburg, veröffentlicht. Immerhin mit geschwärztem Auto-Kennzeichen. 

Beschwerden landen automatisch bei der Stadt

Fahrrad-Club sammelt in Augsburg Falschparker-Fotos – mit diesem Effekt

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Radler sind genervt und gefährdet, wenn ein Auto auf ihrem Radweg parkt. In Augsburg sammelt der Fahrrad-Club ADFC auf einer Website Beweisfotos von Falschparkern. Lesen Sie, welchen Effekt die Beschwerden haben. 

Augsburg - Der Allgemeine Fahrrad-Club Deutschland in Augsburg hat etwas getan, was ihm nicht nur Lob, sondern auch viel Kritik eingebracht hat: Auf der Website zwei-minuten.net sammelt der ADFC seit November Fotos, die beweisen, wo und wann Autofahrer rücksichtslos Radwege blockieren. Zusätzlich sollen die Augsburger die Straße, Uhrzeit, das Kennzeichen und den Autotyp dazuschreiben. Und diese Daten schickt der ADFC automatisch an die Verkehrsüberwachung der Stadt Augsburg weiter - mit folgendem Effekt: 

Inzwischen seien dort ungefähr 75 Meldungen eingegangen, sagt János Korda, Vorstand des ADFC-Kreisverbands Augsburg. Wie er von der Verkehrsüberwachung erfahren habe, könnten etwa 55 davon als Anzeige weiterverfolgt werden. Bei den übrigen hätten Angaben und Fotos gefehlt oder nicht gepasst. Und was passiert jetzt damit? Der ADFC werde sich für März mit Vertretern der Stadt Augsburg verabreden, um nachzuhaken. Zusätzlich solle bei dem Treffen analysiert werden, ob Falschparker immer an den gleichen Stellen Radler gefährden oder ob diese Stellen wild über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. 

Mit der großen medialen Aufmerksamkeit habe der ADFC nicht gerechnet, sagt Korda. Dass der ADFC online nicht nur Beschwerden über Gehweg- und Radweg-Parker, sondern auch wütende Kommentare gesammelt hat, sei jedoch erwartbar gewesen: „Uns wurde Denunziantentum vorgeworfen und dass es uns allein darum gehen würde, möglichst viele Anzeigen zusammenzubekommen – das stimmt nicht. Wir ziehen keine Freude daraus“, sagt Korda unserer Onlineredaktion. 

Es geht um Aufmerksamkeit, nicht darum, möglichst viele Anzeigen anzuhäufen

Dem Fahrrad-Club sei es wichtig gewesen, das Problem öffentlich zu machen. Autofahrer unterschätzten, was sie anrichten könnten, wenn sie kurz, vielleicht zwei Minuten (daher der Name für die Website des ADFC), einen Radweg blockieren: „Nur mal schnell was aus der Bäckerei oder Apotheke holen, wird schon keinen Strafzettel geben“, dächten viele. „Und genau denen wollen wir die Illusion nehmen. Wir wollen diese Autofahrer dazu bringen, die Radwege frei zu lassen – wenn schon nicht aus Vernunft, dann wenigstens weil es Geld kosten könnte“, sagt Korda. 

In der Diskussion über die Aktion zwei-minuten.net sei häufiger der Satz „Aber Radler gefährden Autofahrer doch viel mehr“ gefallen. So reagiert Korda darauf: „Ja, es gibt Radler, die den Ruf aller Radler ruinieren. Jeder sollte sich an die Regeln halten.“

Lesen Sie hier: So lustig werden Falschparker von genervten Anwohnern „bestraft“.

Kennen Sie schon den Twitter-Account „Radfahren in MUC“ und den Hashtag #runtervomradweg?

München hat das gleiche Problem wie Augsburg. Der Twitter-Account „Radfahren in MUC“ sammelt Gefahrenstellen unter dem Hashtag #runtervomradweg. Ähnlich funktioniert die öffentliche Facebook-Gruppe „Things on Munich Bike Lanes“. Sie hat aktuell 195 Mitglieder (Stand: 20.12.2017, 16 Uhr).

Sieben Dinge müssen wir tun, um als Radler in der Großstadt zu überleben

Lesen Sie hier, mit welchen Tipps Sie gut und sicher durch das Fahrrad-Chaos kommen.

sah

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