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Platzsparend zerlegt: ein Teil der gestohlenen Räder.

Nach über 300 Fällen aufgeklärt

Fahrraddiebe exportieren Räder nach Rumänien

Königsbrunn - 389 teure Fahrräder wurden in den vergangenen vier Jahren in Königsbrunn (Landkreis Augsburg) gestohlen. Jetzt kam die Polizei den Tätern auf die Spur.

Immer wieder verschwanden in den vergangenen Jahren hochwertige Fahrräder in Königsbrunn. Insgesamt wurden 389 Räder als gestohlen gemeldet. Und die waren nicht billig: Zwischen 500 und 2500 Euro bezahlten ihre Besitzer dafür. Pro Jahr entstand ein Gesamtschaden von 30.000 bis 52.000 Euro.

Doch jetzt ist damit Schluss. Die Polizei hat das Verbrechen aufgeklärt. "Die Räder wurden nach Rumänien exportiert", sagt Maximilian Wellner, Chef der Polizeiinspektion Bobingen. Den entscheidenden Hinweis erhielten die Ermittler aus dem Ausland. Österreichische Beamte hatte das Diebesgut im Kleintransporter einer Königbrunner Speditionsfirma entdeckt. Mit diesem sollten die Räder nach Timisoara in Rumänien gebracht werden. „Die Fahrräder waren platzsparend zerlegt und zwischen Führerhaus und der restlichen Ware deponiert“, erklärt Wellner.

In der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei die Privaträume eines 39- und 26-Jährigen. Beide leben in Königsbrunn und haben rumänische Wurzeln. Die Beamten fanden das gleiche Verpackungsmaterial, mit dem die gestohlenen Räder verpackt wurden. Im Büro fanden die Ermittler außerdem Auftragslisten, die regelmäßige Fahrten nach Rumänien ausweisen. Pro Auftrag sollen fünf bis zehn Räder mitgenommen worden sein. Da die Verdächtigen einen festen Wohnsitz haben befinden sie sich bis zur Verhandlung auf freiem Fuß.

mm

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