Fahrradlobby fordert Radschnellwege in Bayern

Würzburg - Bayerns Radlerlobby hat Fahrrad-Schnellstraßen für die Metropolregionen München und Nürnberg gefordert und sieht dafür auch das Verkehrsministerium in der Pflicht.

Bayerns Radlerlobby hat Fahrrad-Schnellstraßen für die Metropolregionen München und Nürnberg gefordert und sieht dafür auch das Verkehrsministerium in der Pflicht. „So wird das Rad zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr“, sagte der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern, Thomas Neubauer, am Mittwoch auf einer Fachtagung in Würzburg. Auf gut ausgebauten Radschnellwegen könnten Radler künftig so weit wie möglich Vorrang haben. Die Strecken sollen vier Meter breit sein und möglichst wenige Hindernisse wie Ampeln und Kreuzungen aufweisen.

Das Ziel ist es, mehr Pendler zum Umstieg zu bewegen. „Wir haben massive Überlastungen im öffentlichen Verkehr, und es täte einer Stadt wie München sehr gut, mehr Leute auf dem Fahrrad zu haben“, begründete der Vorsitzende des Fahrradclubs ADFC, Armin Falkenhein.

Das bayerische Verkehrsministerium erklärte, Radschnellwege seien in städtischen Gebieten sinnvoll, wo viele Radler mit ähnlichem Ziel unterwegs sind. „Wir unterstützen dabei Kommunen tatkräftig beim Abklären der Potenziale und Realisierungsmöglichkeiten“, teilte ein Sprecher mit. Pläne für Radschnellwege gibt es bereits in Nordrhein-Westfalen und Hessen, in mehreren Nachbarländern wie den Niederlanden ist das Konzept schon umgesetzt. Hintergrund ist auch der Trend zu Fahrrädern mit Elektromotor.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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