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Das Grab von Ursula Herrmann in Eching am Ammersee.

Fall Herrmann: Kein Hinweis auf Angeklagten durch DNA-Spuren

Augsburg - Die Untersuchung von mehr als 100 DNA-Spuren im Zusammenhang mit der Entführung von Ursula Herrmann hat keinen Hinweis auf den Angeklagten oder dessen Umfeld gebracht.

In dem Verfahren gegen den 59-jährigen Angeklagten Werner M. und dessen Ehefrau sagte eine Polizeibeamtin am Donnerstag vor dem Landgericht Augsburg als Zeugin, es seien 107 DNA-Spuren ermittelt und mit dem Erbgut der beiden Angeklagten abgeglichen worden. In keinem Fall habe es eine Übereinstimmung gegeben. Mehrere Haare aus der Todeskiste von Ursula konnten niemanden zugeordnet werden. Die meisten DNA-Spuren stammten von ermittelnden Polizeibeamten. Auch für die DNA von dem einzigen gefundenen Fingerabdruck an Ursulas Todeskiste gebe es keine Personenzuordnung. Insgesamt waren 2300 einzelne Teile aus der Kiste auf DNA-Spuren untersucht worden.

Der Fall Ursula Herrmann in Bildern

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Der Angeklagte steht mit seiner Frau wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge vor Gericht. Er soll im September 1981 die damals zehnjährige Ursula bei Eching am Ammersee von ihrem Kinderfahrrad gerissen und in eine im Wald vergrabene Kiste gesperrt haben. Das Mädchen war Stunden nach der Tat erstickt, aber erst 19 Tage später bei einer polizeilichen Suchaktion gefunden worden. Bei Ursulas Eltern waren Erpresseranrufe und -briefe eingegangen. Die Briefe soll die angeklagte Ehefrau des Beschuldigten aus Zeitungsbuchstaben zusammengeschnipselt zu haben. Beide bestreiten die Tat.

In dem Verfahren sind seit Februar in mehr als 50 Verhandlungstagen bisher rund 100 Zeugen vernommen worden. Ein Urteil wird im Juni 2010 erwartet. Die Verhandlung soll am 7. Januar 2010 fortgesetzt werden.

dpa

 

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