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Polizeichef Alois Mannichl steht am Mittwoch an einem Aktenschrank in seinem Büro in der Passauer Polizeidirektion (Archivbild).

Fall Mannichl: LKA verkleinert Soko

Passau/München - Knapp ein Jahr nach dem Attentat auf den ehemaligen Passauer Polizeichef Alois Mannichl gibt es weiterhin keine Spur von dem Täter.

Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) in München wurde die Sonderkommission der Polizei erneut verkleinert. “Die Soko wurde in der Zwischenzeit auf zehn Mann reduziert“, sagte LKA-Sprecher Detlef Puchelt am Freitag in München der Deutschen Presse-Agentur dpa. In den Wochen nach der Tat waren teilweise mehr als 50 Beamte für die Ermittlungen abgestellt.

Mannichl war am 13. Dezember 2008 vor seinem Wohnhaus in Fürstenzell nahe Passau von einem unbekannten Mann niedergestochen und schwer verletzt worden. Hinter dem Verbrechen wird der Racheakt eines Neonazis vermutet. Mannichl war früher konsequent gegen Aufmärsche von Rechtsextremisten vorgegangen und wurde deswegen von den Rechten im Internet auch angefeindet. Inzwischen arbeitet der 53 Jahre alte Polizeidirektor beim neuen Polizeipräsidium in Straubing.

Laut Puchelt gibt es weiterhin keinen konkreten Hinweis auf den Täter. “Zwischen 430 und 450 Spuren sind aber noch abzuarbeiten“, sagte er. Insgesamt habe die “Soko Fürstenzell“ seit dem Verbrechen rund 3000 Hinweise und Spuren erhalten. Derzeit sei noch nicht absehbar, wann der Fall zu den Akten gelegt wird. Die Ermittler hoffen weiterhin, dass durch eine der noch nicht abgearbeiteten Spuren der Messerstecher gefasst wird.

dpa

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